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„Club Deal“ stärkt PERE Fund I

DF Deutsche Finance Group erwirbt Wohn- und Büroflächen in Süddeutschland

Mittwoch, 06 Mai 2015 19:28 geschrieben von  Enno-Martin Cramer
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München – Was des einen Leid, ist des anderen Freud: Weil ein Immobilien-Verkäufer Anfang 2015 in eine finanzielle Notlage geraten war, nachdem eine in Schweizer Franken durchgeführte Finanzierung infolge der Euro-Abwertung nicht mehr bedient werden konnte, musste das gesamte Portfolio über einen Insolvenzverwalter zur Veräußerung gebracht werden.

Hier hat nun die DF Deutsche Finance Group mit weiteren institutionellen Investoren zugeschlagen und insgesamt 475 Wohnungen sowie 17.000 Quadratmeter Bürofläche in Süddeutschland erworben. Das zu diesem Zweck gegründete Joint Venture habe das Portfolio vor wenigen Wochen „zu einem attraktiven Kaufpreis deutlich unter Wiederherstellungskosten“ aufkaufen können, heißt es in einer aktuellen Konzernmitteilung des in München ansässigen Unternehmens, das durch die Vorstände Thomas Oliver Müller, Dr. Sven Neubauer und Alfred J. Kremer professionell geleitet wird.

Die Immobilien wurden im Rahmen eines sogenannten „Club Deals“ erworben. Hierbei handelt es sich um einen Zusammenschluss von mehreren Investoren mit einem institutionellen Fondsmanager, die einen institutionellen Zielfonds in Form einer Joint-Venture-Gesellschaft gründen, um gemeinsam eine oder mehrere Private-Market-Immobilientransaktionen durchzuführen. Alle strategischen Entscheidungen in den Bereichen Asset- und Property-Management sowie wie An- und Verkauf, Finanzierungen und Vermietungen werden hierbei durch die Partner gemeinschaftlich getroffen.

Der Wohnsektor in der Region zeichne sich durch eine solide Nachfragesituation und einen niedrigen Leerstand von unter einem Prozent aus, heißt es in der Konzernmitteilung Nr. 62 (April 2015) des Münchner Fondsspezialisten. Die Vermietungsquote soll 96,3 Prozent betragen. Auch der Leerstand des Bürosektors sei mit fünf bis acht Prozent vergleichsweise niedrig. Bei den leerstehenden Büros soll es sich größtenteils um veraltete oder schlecht positionierte Büroflächen handeln. Weiter teilt das Unternehmen dazu mit: „Das Office-Portfolio besteht aus 5 Gebäuden mit insgesamt 17.000 qm Fläche in herausragender Lage, die in einem guten baulichen Zustand sind. Der Vermietungsstand beträgt hier zwischen 24 % und 92 %. Bei einem Gebäude mit erheblichen Vermietungspotential wurden bereits Gespräche mit Behörden, die als Mieter in Frage kommen, geführt.“ Nach Angaben der DF Deutschen Finance Group besteht die Strategie des Joint Ventures besteht darin, den Wohn- und Bürobestand jeweils als Portfolio nach Renovierungs- bzw. Vermietungsmaßnahmen innerhalb von drei bis vier Jahren an einen oder mehrere institutionelle Investoren zu veräußern.

Seitens der DF Deutschen Finance Group investieren die Zielfonds AGP Fund I, IPP Fund II und PERE Fund I in das neue süddeutsche Projekt. Bei letztgenanntem Fonds handelt es sich um ein Spitzenprodukt des Unternehmens, bei dem noch bis Ende des Jahres mitgezeichnet werden kann. Als geschlossener Immobilienfonds ist der PERE Fund I auf den Erwerb von Anteilen an voraussichtlich vier bis acht institutionellen Zielfonds ausgelegt, die auf gewerbliche Immobilien und Wohnimmobilien spezialisiert sind. Neben dem Portfolio in Süddeutschland gehören auch Projekte in weiteren Industrieländern wie Kanada, aber auch in Schwellenländern zu den strategischen Zielen des PERE Fund I.

Finanzberater empfehlen das Produkt als Beimischung zu einem diversifizierten Anlageportfolio, da die auf Mikromärkte und mittelständisch geprägte Ziele mit institutionellen Partnern ausgerichtete Fondsstrategie in jeder Marktentwicklung Solidität verspricht. Der Diversifikationsansatz nach dem Prinzip einer inversen Korrelation von Einzelmärkten soll hierbei das Performancerisiko minimieren. Mit dem Erwerb der Wohn- und Geschäftsflächen in Süddeutschland hat der PERE Fund I noch einmal erheblich an Attraktivität hinzugewonnen.

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Redaktion