Freigegeben in Finanzen

„Switch Solar“

Konstantin Strasser (MEP Werke) fördert Energiewende mit Miet-Solaranlagen für private Hausdächer

Dienstag, 16 April 2019 00:02 geschrieben von 

München – Anhänger der Energiewende müssen immer wieder zur Kenntnis nehmen, dass die Dächer öffentlicher Gebäude für die klimafreundliche Solarstromerzeugung nur sehr zögernd genutzt werden. Das gilt auch für Berlin, das von einer Koalition aus SPD, Linken und Grünen regiert wird. Jüngst wurde bekannt, dass der Berliner Senat auch zukünftig nicht vorhat, neue Schulgebäude mit Photovoltaikanlagen auszustatten. Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, kann es nicht fassen: „Jeden Freitag gehen Tausende Schülerinnen und Schüler auf die Straße. Völlig zu Recht fordern sie besseren und schnelleren Klimaschutz, auch hier in Berlin. Schuldächer für die Sonnenstromernte zu nutzen, wäre nicht nur ein wichtiges klimapolitisches Bekenntnis, sondern auch pädagogisch und betriebswirtschaftlich sinnvoll. Der Senat sollte die Chance, die dezentrale Energiewende weiter in die Stadt zu tragen und die Energiekosten der Schulen deutlich zu senken, unbedingt ergreifen.“ Die Dachflächen der Schulen nicht für die Erzeugung von Solarstrom zu nutzen, führe auch den „Masterplan Solarhauptstadt“ ad absurdum, auf den sich die rot-rot-grüne Koalition geeinigt hatte. In der Koalitionsvereinbarung ist auf Seite 61 zu lesen: „Die Koalition wird in einem ‚Masterplan Solarhauptstadt‘ konkrete Ausbauziele festschreiben und die Maßnahmen zügig umsetzen.“Schulneubauten ohne Solaranlagen widersprechen somit dem Koalitionsvertrag und verstoßen außerdem gegen das seit März 2016 geltende Energiewendegesetz.

Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen begründet die Absage an Photovoltaikanlagen damit, dass sich Energiekonzepte mit Solaranlagen bisher als nicht wirtschaftlich erwiesen hätten. Solarstrom-Experte Carsten Körnig widerspricht: „Aufgrund des rasanten Preisverfalls der letzten Jahre ist diese Information veraltet. Solaranlagen machen sich nicht nur für das Klima bezahlt, sondern auch für die öffentlichen Kassen.“ Solarstrom vom eigenen Dach koste längst deutlich weniger als der Strom vom Energieversorger, weshalb sich die Stromrechnung so dauerhaft senken lasse.

Das hat die in München ansässige MEP Werke GmbH (My Energy Partner) schon lange erkannt und sich zunächst auf die Vermietung, später auch den Verkauf hochmoderner Photovoltaikanlagen für private Hausdächer spezialisiert. MEP-Gründer und -Geschäftsführer Konstantin Strasser erklärt auf Nachfrage: „Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, mittlerweile rund 10.000 deutschen Haushalten unkompliziert und bezahlbar den Zugang zu grüner Energie zu ermöglichen. Unser Ziel ist es nun, nicht nur weiter zu wachsen, sondern auch unser Angebot um weitere Produkte im Bereich Energie und Haushalt zu ergänzen. Insgesamt wollen wir dem Kunden ein Komplettangebot machen für einen grünen und sicheren Haushalt ohne hohe Investitionskosten oder großen Aufwand.“

Hauseigentümer können beim Solaranlagen-Mietmodell „Switch Solar“ ohne nennenswerte Anfangsinvestitionen die Kostenvorteile der Sonnenenergie nutzen und neben der Montage leistungsstarker Energiespeicher auch gleich noch ein intelligentes Strommanagement nutzen. Die Photovoltaik-Profis aus der bayerischen Landeshauptstadt haben ein klar formuliertes Ziel: „Die Vision von MEP ist, grüne Energie von einem Luxusgut zu etwas ganz Normalem zu machen. Für einen Großteil der Bevölkerung ist es zwar inzwischen selbstverständlich, dass Energie sauber sein muss. Jedoch haben viele nicht die Möglichkeit, dafür Zusatzkosten oder große Investitionen in Kauf zu nehmen. MEP bietet deshalb neben dem Kauf auch attraktive Finanzierungsmöglichkeiten an und macht saubere Energie damit einer breiten Zielgruppe zugänglich.“Von den etwa 40 Millionen Haushalten in Deutschland kommen rund acht Millionen Dächer für die Solarprodukte des innovativen Öko-Unternehmens in Frage. Mit „Switch Solar“ können Privathaushalte problemlos von teurem Graustrom auf selbst produzierten Ökostrom umsteigen. Mit der grünen Energie vom eigenen Dach koppelt man sich von den steigenden Strompreisen ab und erhöht die Unabhängigkeit von den Energiekonzernen noch zusätzlich, wenn man die eigene Anlage mit einem modernen Stromspeicher versieht. Durch eine hohe Nutzungstransparenz wisse jeder Kunde, welche Kosten langfristig auf ihn zukämen, argumentiert die MEP Werke GmbH. Anders als Öl, Gas oder Kohle steht die gänzlich CO₂-neutrale Sonnenenergie dank der Stromspeichertechnik rund um die Uhr zur Verfügung. Die Produktkomponenten von „Switch Solar“ sollen zu 95 Prozent recycelbar sein.

Im Sommer letzten Jahres erfuhr die interessierte Öffentlichkeit, dass Konstantin Strassers Erfolgsmodell „MEP Switch Solar“ noch ausgebaut wird. Seither können Kunden eine Solaranlage nicht nur mieten, sondern auch kaufen oder über ein passgenaues Finanzierungsmodell erwerben. Wer über eine eigene Solaranlage grünen Strom produzieren will, kann nun entscheiden, ob er diese mieten, zu einem Festpreis kaufen oder zu attraktiven Konditionen finanzieren will. CEO Strasser sagte 2018 zufrieden: „Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, die umfangreichen Schutz- und Serviceleistungen unseres Mietmodells nun auch denjenigen Kunden anbieten zu können, die sich ihre Solaranlage lieber kaufen möchten.“ Während beim Mietmodell alle Leistungen inklusive sind, können beim Kauf ein 20-jähriges Service- und Wartungspaket mit Wechselrichteraustausch gebucht und exklusive Versicherungskonditionen individuell zusammengestellt werden. Seit dem letzten Jahr bieten die MEP Werke einen langlebigen Stromspeicher an, mit dem man sich noch unabhängiger von teurem Netzstrom machen und den Eigenverbrauch der Solaranlage erhöhen kann. Auch dieser Stromspeicher wird über das optionale Service- und Wartungspaket abgedeckt. „Die Nachfrage nach Speichern ist enorm. Dennoch haben wir lange gewartet, weil uns wichtig ist, dass sich das Ganze für den Kunden auch wirklich rechnet“, betont Konstantin Strasser.

Solaranlagen mit Stromspeichern entlasten bekanntermaßen das örtliche Stromnetz, weil sie Erzeugungs- und Verbrauchsspitzen abfedern und durch die Bereitstellung einer „Blindleistung“ das Ortsnetz mitversorgen. Inzwischen sind die Preise für Solarstromspeicher stark gesunken, während ihre Leistungsfähigkeit gestiegen ist. Mehr als die Hälfte der Käufer von Photovoltaikanlagen bestellt gleich einen Batteriespeicher mit.

Von dieser Marktentwicklung wollen die MEP Werke natürlich profitieren und können daher die 19,5 Millionen Euro gut gebrauchen, die die österreichische PI Solar GmbH in das Unternehmen investiert hat. Dass man Investitionskapital für weiteres Wachstum einwerben konnte, sorgt bei MEP-Geschäftsführer Strasser erwartungsgemäß für Begeisterung: „Wir freuen uns sehr, dass ein renommiertes Investment-Unternehmen signifikant Eigenkapital in die MEP Werke GmbH eingebracht hat. Insbesondere vor dem Hintergrund der Herausforderungen, denen wir uns im vergangenen Jahr stellen mussten, bestätigt uns dies das anhaltende Vertrauen der Investoren, die an uns und den Erfolg unseres Geschäftsmodells glauben.“

Artikel bewerten
(2 Stimmen)
Dirk Schneider

Dirk Schneider (Jahrgang 1969) ist Oberst a.D. und absoluter Kenner in Sachen "Informationsgewinnung vom und über den Feind".

Er greift für die Redaktion von COLPORTAGE die besonders heißen Eisen auf.

Webseite: www.colportage.de

Redaktion