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Dieses ver****te Sch***wetter!

Asoziales Sturmtief verhindert Karnevalsumzüge

Montag, 08 Februar 2016 21:05 geschrieben von 
Fast hätte es in Düsseldorf so ausgesehen! Fast hätte es in Düsseldorf so ausgesehen!

Düsseldorf - Rheinische Frohnaturen und Fans guten Wetters waren entsetzt: ein schreckliches Sturmtief namens „F***i F***i“ sollte über Deutschland wüten, und die traditionellen Rosenmontagsumzüge wurden deshalb in vielen Städten abgesagt, darunter Mainz, Münster, Duisburg, Hagen und zuletzt auch Düsseldorf.

 

Aber war denn nun dort etwas passiert? Nicht wirklich. Da der Umzug nicht stattfand, hatte ja auch das Sturmtief keinen Grund mehr, aufzutauchen. Fetzt ja nicht, wenn keiner von der Straße wegzufegen ist – ebenso in den anderen Städten, wo präventiv abgesagt wurde.
ARD-Meteorologe Karsten Schwanke hatte die Entscheidung hinsichtlich Düsseldorfs bereits zuvor kritisiert und anscheinend für nicht nachvollziehbar gehalten, sie sei für ihn ein Rätsel. Das war natürlich Wasser auf den Mühlen der Verschwörungstheoretiker, welche die kurzfristigen Absagen tatsächlich in der Angst vor Zusammenstößen mit Asylbewerbern oder in jener der Politiker vor allzu offener Kritik an ihrem dem Volk oft unverständlichen Tun begründet sahen. In jedem Fall aber in irgendeiner Angst.
Ein Rätsel ist, wieso Köln, wo der Karneval stattfand, ebenfalls von Orkanböen verschont blieb. Auch hier hatte es Warnungen gegeben. Unser COLPORTAGE-Wetterexperte Ulli Krell hat da seine eigene Theorie: „Weißt du, wenn da so ein Sturmtief kommt, das wütet da schon über eine große Fläche, so Köln, Düsseldorf, Mainz, Münster und die ganzen Gegenden dazwischen, das lohnt sich dann schon. Aber nur wegen so ner läppischen Stadt wie Köln antanzen, wenn sonst überall die Narren daheim bleiben? Das bringt es doch nicht. Du gehst ja auch nicht für ein Bier in die Kneipe.“ Klingt irgendwie richtig.

Der Wetterfrosch, der sich den Namen des Tiefs ausgedacht hatte, gibt sich auf unsere Nachfrage bedeckt. Wir wollten wissen, was er sich dabei gedacht habe, schließlich könne solch ein Name ja aus Jugendschutzgründen in den Wetterberichten gar nicht ausgesprochen werden, bedeckt. „Das mit den Hochs und Tiefs geht immer nach den Buchstaben. Jetzt war das F dran. Und 2016 sind die Tiefdruckgebiete weiblich. Und, unter uns: ist F***i F***i nicht ein schöner Frauenname?“

Verweise:
http://www.welt.de/vermischtes/article151958005/Narren-fliehen-vor-Sturm-in-Duesseldorf.html
http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/karneval-mit-sturmwarnung-erste-rosenmontagszuege-abgesagt-a1304957.html
http://www.focus.de/regional/karneval/rosenmontagszuege-zurecht-abgeblasen-ard-meterologe-absage-in-duesseldorf-ist-fuer-mich-ein-raetsel_id_5269783.html
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/karneval-rosenmontagszug-in-duesseldorf-wegen-sturm-abgesagt-a-1076145.html
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/rosenmontag-umzuege-in-mainz-und-muenster-abgesagt-duesseldorf-bangt-noch-a-1076133.html
http://ef-magazin.de/2016/02/08/8376-rosenmontagssturm-menschliche-tragoedie-in-letzter-sekunde-verhindert

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Ruedi Strese

Mag. Ruedi Strese (Jahrgang 1980) machte 2001 sein Abitur und lebt in Berlin.

Nach seinem Studium der Germanistischen Linguistik und der Südostasienwissenschaften an der Humboldt-Universität und Abschluß mit dem Magistergrad im Jahr 2010 arbeitete Ruedi Strese als Lektor, Autor und Musiker.

Seit Dezember 2014 leitet er die Redaktion von COLPORTAGE.

Webseite: www.colportage.de

Redaktion