Freigegeben in Boulevard

Grüne Jugend und Grüne Revolution

Die Weisheit des Marcel Rohrlack

Samstag, 18 Juli 2015 21:21 geschrieben von 
Marcel Rohrlack bei Twitter Marcel Rohrlack bei Twitter Quelle: twitter.com/mrohrlack/

Berlin - Die Grüne Jugend wurde unter anderem dadurch bekannt, daß sie Inzucht zwischen Geschwistern straffrei stellen möchte. Marcel Rohrlack, der Sprecher von deren Münchener Abteilung, gab anläßlich des letzten Christopher Street Day die Marschroute vor: „Der CSD in München ist eine wichtige Demonstration der Sichtbarkeit von LGBTI. Wir gehen aber nicht nur auf die Straße um uns gegen Homo-, Trans- und Biphobie überall auszusprechen, denn der CSD ist auch eine große Feier der Weltoffenheit und des queeren Selbstbewusstseins.“

Allerdings wurde er anschließend verprügelt, als er mit seinem Freund auf dem Heimweg vom CSD, wobei beide als Drag Queens verkleidet waren, einer Gruppe „junger Erwachsener“ begegnete. Die Täterbeschreibung im Fahndungsaufruf der Polizei sprach zwar, wie zu erwarten, von „südländischem Aussehen“, der Rohrlackierer fand indes die wahren Schuldigen...

Kurz nach dem Vorfall nahm der junge Grünling ein Video auf, in welchem er sich zu dem Vorfall äußerte. ,,Vor allem auch mit dem Erstarken rechtspopulistischer Parteien, wie der AfD, in denen Homophobie fast zum guten Ton gehört. Und auch mit Bewegungen, sie nennen sich ,,Besorgte Eltern“, ich halte sie eher für besorgniserregende Eltern, die ihre Homophobie ohne jede Scheu auf die Straße tragen."

Nun ja... Eltern, die ihre Kinder vor der von den Grünen propagierten Frühsexualisierung schützen wollen, hätten vielleicht allerlei Gründe, ideologisch verblendeten oder pädosexuell orientierten Kinderseelenzerstörern unmißverständlich ihre Meinung kundzutun, indes: sie waren es nicht.

Und die AfD? Deren Einfluß auf die südländische bzw. muslimische Gemeinschaft in Deutschland scheint in der verqueeren Weltsicht grüner Gutmenschen gewaltig zu sein, anders ergeben die Ausführungen Rohrlacks schlicht und ergreifend keinen Sinn.

Die schwule Partnervermittlungsseite gayPARSHIP hat eine interessante Liste aufgestellt, in welchen Ländern Homosexualität strafbar ist, und welche Strafen zu erwarten sind (eine etwas abweichende Liste findet sich auf Europe News). Die Todesstrafe für männliche Homosexualität findet sich demnach auf Jamaika - wie wäre es mit etwas Reggae und Gunjah auf dem nächsten CSD? Die übrigen Kandidaten sind Mauretanien, Nigeria, Somalia, der Sudan, der Iran, der Jemen und Saudi-Arabien. Hier herrschen natürlich keine Moslems oder Menschen von südländischem Aussehen, sondern, wir ahnen es: die Alternative für Deutschland. Richtig, wir erinnern uns an den Ayatollah Ruhollah Lucke und seine Islamische Revolution 1979, und auf dem Königsthron in Riad sitzt ein Herr mit langem Bart und Fez um den Kopf, welcher dort aus störrischem Rechtspopulismus seit Jahrhunderten den CSD verhindert. Sein Name: Frauke Petry. Hut ab und danke, Herr Rohrlack, daß Sie uns diese oft vergessenen Tatsachen wieder ins Bewußtsein gebracht haben.

 

Quellen:

http://www.huffingtonpost.de/2015/07/14/csd-verpruegelt_n_7794554.html?utm_hp_ref=tw
http://www.br.de/nachrichten/csd-gruene-jugend-rohrlack-gewalt-100.html
http://www.gjm.de/pm-christopher-street-day-muenchen-2015
http://www.mrohrlack.eu/aboutme
https://gay.parship.de/editorial/ratgeber/events-aktionen/pride-csd/homosexualitaet-strafbar
http://de.europenews.dk/In-10-Laendern-gibt-es-die-Todesstrafe-fuer-Homosexualitaet-79373.html

Artikel bewerten
(57 Stimmen)
Ruedi Strese

Mag. Ruedi Strese (Jahrgang 1980) machte 2001 sein Abitur und lebt in Berlin.

Nach seinem Studium der Germanistischen Linguistik und der Südostasienwissenschaften an der Humboldt-Universität und Abschluß mit dem Magistergrad im Jahr 2010 arbeitete Ruedi Strese als Lektor, Autor und Musiker.

Seit Dezember 2014 leitet er die Redaktion von COLPORTAGE.

Webseite: www.colportage.de

Redaktion