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Neues von der Linksalternativen Partei

Satire: Schnee nicht mehr zeitgemäß – und bald verboten?

Mittwoch, 06 Januar 2016 19:15 geschrieben von 
Ist bald Schluß mit dem lustigen winterlichen Treiben? Ist bald Schluß mit dem lustigen winterlichen Treiben?

Berlin – Es schneit. Väter bauen mit ihren Kindern Schneemänner, andere rodeln, Verliebte seifen einander ein, Autofahrer schimpfen. Damit soll jetzt für immer Schluß sein, findet die Linksalternative Partei: Schnee ist zu weiß.
„Nicht mehr zeitgemäß“ nannte auf einem wegen des Phänomens rasch eingerufenen Krisengipfel die frisch gewählte Vorsitzende der Partei, Frau Kevin-Klaudius von Rothenburg, COLPORTAGE-Lesern bekannt für ihren Einsatz für die Akzeptanz von Nekrophilen, das Herunterfallen weißer Massen. In Afrika gebe es von Natur ja auch keinen Schnee.  Den Gipfel des Kilimandscharo ließ sie nicht als Einwand gelten: „Gerade dieses von oben, das hat sowas Koloniales“ meinte sie.

 

Nachdem ihre Argumentation die meisten Parteimitglieder überzeugt hatte, stand die Frage nach Lösungswegen im Raum. „Wir könnten hinsichtlich der CO2-Frage unsere Meinung ändern und uns für eine menschengemachte Erderwärmung engagieren“ war der erste Vorschlag. Dieser Ansatz wurde zwar allgemein begrüßt, allerdings nur als Langzeitstrategie für sinnvoll erachtet, so ein Positionswechsel müsse allmählich vorbereitet werden, man wolle jedoch schnell handlungsfähig sein. „Wir könnten Flugzeuge mit Flammenwerfern ausrüsten, damit die direkt gegen schneetragende Wolken vorgehen können“ war die Idee des stellvertretend Vorsitzenden Frer Knrfkxa, welches dabei lachend seinen neutralen Genitalbereich präsentierte.
„Wenn wir freie Energie hätten, könnten wir auch alle von Schnee bedrohten Landschaften mit Fußbodenheizungen bestücken. Die Flocken würden bereits schmelzen, bevor sie irgendwo landen können“ meinte ein Parteimitglied. Allerdings handelte es sich damit augenblicklich ein kräftiges Ausgebuhe ein und dazu den Hinweis, daß bereits irgendwelche Nazi-Esoteriker sich mit sogenannter „freier Energie“ befaßt hätten.

Allgemein wurde der Vorschlag, bewußte Bürger auf Steuerkosten mit elektrischen Föhnen auszurüsten, mit denen sie zumindest bundesweit ein Zeichen setzen und das arrogante Weiß in Matsch verwandeln sollten, für am sinnvollsten erachtet.
Plötzlich meldete sich jedoch ein Mann mit lila Pulli und einer pinken Badekappe vor dem Gesicht zu Wort und fragte, ob Matsch denn nicht braun sei. Das habe es doch schonmal gegeben, da wäre es doch besser, den Schnee zu färben, etwa rosa oder neongrün. Letztlich wurde das Einreichen des Schneeverbotsantrags vertagt. Ob Matsch nun eher grau oder braun sei, soll eine Expertenkommission klären.

Verweise:

http://www.colportage.de/kategorien/akzeptanz-von-nekrophilie.html

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Ruedi Strese

Mag. Ruedi Strese (Jahrgang 1980) machte 2001 sein Abitur und lebt in Berlin.

Nach seinem Studium der Germanistischen Linguistik und der Südostasienwissenschaften an der Humboldt-Universität und Abschluß mit dem Magistergrad im Jahr 2010 arbeitete Ruedi Strese als Lektor, Autor und Musiker.

Seit Dezember 2014 leitet er die Redaktion von COLPORTAGE.

Webseite: www.colportage.de

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