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Obskure Fluchthelfer-Kampagne

Straftaten und gutmenschlicher Wahn

Dienstag, 04 August 2015 22:49 geschrieben von 
Fluchthelfer-Kampagne Fluchthelfer-Kampagne Quelle: Bildschirmfoto vom 05.08.2015 | http://www.fluchthelfer.in

Berlin - Gleich zu Beginn stellt sich das Projekt mit einem Zitat des unvermeidlichen Joachim Gauck vor: „Freiheit ist eine notwendige Bedingung von Gerechtigkeit“. Die Initiative „Fluchthelfer.in“ verweist auf das Vorbild von Menschen, die Flüchtlingen aus der DDR in die Bundesrepublik geholfen haben, um zur aktiven Unterstützung der aktuellen Masseneinwanderung nach Europa, speziell nach Deutschland, zu animieren.

Dabei wird auch die Aufforderung zu Straftaten für selbstverständlich erachtet. So wird ein Starterkit zur Fluchthilfe angeboten, und unter „Starterkit Inhalte anzeigen“ finden sich Tips zur illegalen Einreise: „Fluchthilfetätigkeiten brauchen nicht nur eine gute Vorbereitung, sondern auch das richtige Equipment. Folgende Dinge können illegalisierte Grenzübertritte vereinfachen.“ Das sind dann Utensilien wie "Tönungsfolie, oder Sonnenblenden mit Saugnapf für die Scheiben“, denn diese „können es der Polizei erschweren, Personen auf der Rückbank zu erkennen“.

„Auch wenn theoretisch schon die Beihilfe zur illegalen Einreise strafbar ist, gehen wir davon aus, dass Fluchthelfer.innen zumindest beim ersten mal nicht belangt werden.“ heißt es hellseherisch unter „Rechtliches“. Die entfesselten Gutmenschen wissen im Grunde, daß sie vom Establishment der Bundesrepublik kaum etwas zu befürchten haben. Die verfolgte Agenda ist letztlich die gleiche, der Unterschied liegt lediglich in der Geschwindigkeit, mit welcher der Triumph des Chaos über die Kultur erreicht werden soll.

Hinter der Kampagne steht eine „gemeinnützige" Nichtregierungsorganisation namens „Peng!“, welche sich auf ihrer deutschsprachigen Facebook-Seite unter dem Motto „Ziviler Ungehorsam und Subversion für jeden Anlass“ vorstellt. Die Heimseite der anscheinend in Berlin ansässigen Organisation ist hingegen in englischer Sprache gehalten. Es geht um den Kampf gegen Sexismus im Internet oder die Beobachtung „repressiver Regimes“. Welche damit gemeint sind, läßt sich nicht erkennen.

Einer der angeblichen Mitarbeiter von Peng!, ein gewisser Jeremiah Sims, gibt an, im Kosovo nach dem dortigen Krieg als Reiseleiter gearbeitet zu haben sowie sich in Projekten nach dem Konflikt zwischen Aserbaidschan und Berg-Karabach betätigt zu haben. Zumindest heißt er am 4.8.2015 gegen 19 Uhr Jeremiah Sims. Dann wird es bizarr: ein erneuter Blick auf die Seite, nur drei Stunden später, und eine Dame namens Amelia Brooks steht an seiner Stelle - mit exakt der gleichen Personenbeschreibung. Gemietete Gesichter? Es gibt hier keine Klarheit, die geopolitischen Implikationen lassen jedoch die Frage nach den Hintermännern umso interessanter erscheinen.

Im Grunde ließen sich die von der Fluchthelfer-Initiative und vergleichbaren Projekten vertretenen Forderungen mit einem gelangweilten Achselzucken kommentieren, wenn deren Realisierung nicht so rasant voranginge und die Folgen nicht so dramatisch wären. Daß weniger eine fehlgeleitete und realitätsblinde Menschenfreundlichkeit, sondern eher Haß auf alles indigen Deutsche Motiv dieser Masseneinwanderungsfanatiker ist, läßt sich zumindest vermuten. Zu den von „Peng!“ liebgehabten Seiten auf Facebook gehört bezeichnenderweise auch jene der dezidiert antideutschen und prozionistischen Hip Hop-Gruppe „Antilopen Gang“.

 

Verweise:

http://www.fluchthelfer.in
https://www.pen.gg
https://www.facebook.com/fluchthelfer.in
https://www.facebook.com/pengcollective

Letzte Änderung am Mittwoch, 05 August 2015 20:41
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Ruedi Strese

Mag. Ruedi Strese (Jahrgang 1980) machte 2001 sein Abitur und lebt in Berlin.

Nach seinem Studium der Germanistischen Linguistik und der Südostasienwissenschaften an der Humboldt-Universität und Abschluß mit dem Magistergrad im Jahr 2010 arbeitete Ruedi Strese als Lektor, Autor und Musiker.

Seit Dezember 2014 leitet er die Redaktion von COLPORTAGE.

Webseite: www.colportage.de

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