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Zum Glück finden es Flüchtlinge

Überall liegt Geld rum

Dienstag, 28 Juli 2015 13:54 geschrieben von 
Münzen Münzen Quelle: pixabay.com

Berlin - Deutschland hat ein Problem weniger, zumindest im Juli. Durch die zunehmende Anwesenheit von Asylbewerbern wird verlorenes Geld immer seltener von verkommenen Eingeborenen gefunden, sondern von moralisch überlegenen edlen Flüchtlingen, die dieses selbstverständlich ihren Besitzern zurückgeben. Mindestens vier solcher Fälle ließen sich in jüngster Zeit der Presse entnehmen.

Germersheim: ein syrischer Flüchtling findet einen Geldbeutel mit 1450 Euro und gibt ihn der Besitzerin zurück. Dies meldeten der Stern und der Focus am 9. Juli.

Alsdorf: ein syrischer Flüchtling findet 1450 Euro und bringt sie der Polizei. Dies war der holländischen Zeitung De Telegraaf am 21. Juli zu entnehmen.

Aachen: ein syrischer Kriegsflüchtling namens Mahmoud Abdullah findet 1000 Euro auf der Straße und gibt sie zurück. Diese Meldung war in der Aachener Zeitung am 22. Juli zu finden, am nächsten Tag wurde es Thema im Sat.1-Frühstücksfernsehen.

Ellwangen: „Flüchtlinge finden 1500 Euro in Kleiderstapel und bringen das Geld zurück“, so die Schwäbische am 23. Juli.

Zu dem Aachener Fall lesen wir im Text zum Sat.1-Clip Folgendes: „Der Syrer besitzt nichts und will nur eins: Seine Frau und seine dreijährige Tochter zu sich holen.“ Ist das glaubwürdig? Der junge Mann hat keine Skrupel, Frau und Kind in der Heimat zurückzulassen, wo sie möglicherweise dem IS-Terror ausgesetzt sind, statt sie dort zu verteidigen. Er flieht und verrät seine Nächsten. Hier in Deutschland entdeckt er, neben 1000 Euro, plötzlich sein verloren geglaubtes Wertempfinden, gibt das Geld zurück und sehnt sich nach Frau und Kindern. So wird es sein.

Wir glauben natürlich nicht, daß es konzertierte Aktionen der Mainstreampresse zur Meinungsmanipulation gibt, etwa, um die in der autochthonen Bevölkerung weitverbreitete Ablehnung gegen die derzeitige Masseneinwanderung einzudämmen. Das wäre ziemlich abwegig, oder? Falls doch, wäre es schön, wenn irgendein Flüchtling mal kritisches Denken und Selbstachtung auf der Straße findet und diese wirklichen Schätze den einheimischen Besitzern zurückerstattet. Und ein gewisser Anstand, wenn er irgendwo rumliegen sollte, wäre in diesem Fall ein gutes Geschenk für so manchen Schreiber der lokalen Presse.

 

Quellen:

http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Fluechtlinge-finden-1500-Euro-in-Kleiderstapel-_arid,10275053_toid,290.html
http://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/syrer-findet-geldbeutel-mit-1450-euro-und-bringt-sie-zur-polizei-6338238.html
http://www.focus.de/panorama/welt/portemonnaie-auf-der-sitzbank-liegen-gelassen-das-passiert-wenn-ein-syrischer-fluechtling-einen-geldbeutel-mit-1450-euro-findet_id_4806743.html
http://www.sat1.de/tv/fruehstuecksfernsehen/video/2-deutschlands-ehrlichster-finder-clip
http://www.telegraaf.nl/buitenland/24291308/__Vluchteling_brengt_geld_terug__.html
http://www.aachener-zeitung.de/lokales/region/verlorene-1000-euro-kriegsfluechtling-will-keinen-finderlohn-1.1140775

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Ruedi Strese

Mag. Ruedi Strese (Jahrgang 1980) machte 2001 sein Abitur und lebt in Berlin.

Nach seinem Studium der Germanistischen Linguistik und der Südostasienwissenschaften an der Humboldt-Universität und Abschluß mit dem Magistergrad im Jahr 2010 arbeitete Ruedi Strese als Lektor, Autor und Musiker.

Seit Dezember 2014 leitet er die Redaktion von COLPORTAGE.

Webseite: www.colportage.de

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