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Hillary haut auf die Pauke

„Russland, Iran und Nordkorea“ als traditionelle Bedrohungen der USA

Montag, 15 Juni 2015 15:40 geschrieben von 
Hillary Clinton Hillary Clinton Quelle: en.wikipedia.org | Hillary for Iowa - https://www.flickr.com/photos/hillaryforiowa/17135176916/ | CC BY 2.0

New York - Am 12. April hatte Hillary Clinton ihre Kandidatur für die US-Präsidentschaftswahlen 2016 angekündigt. In einer Rede am Sonnabend, dem 13. Juni, soll sie in unmissverständlicher Weise zu außenpolitischen Fragen Stellung genommen haben.

„Kein anderes Land ist besser positioniert, in einem 21. Jahrhundert Erfolg zu haben. Kein anderes Land ist besser ausgerüstet, traditionellen Bedrohungen von Ländern wie Russland, Iran und Nordkorea zu begegnen und mit dem Aufstieg neuer Mächte wie China umzugehen.“

Auch zu der Bedrohung durch Cyberattacken und Terrornetzwerke, speziell zur Ausbreitung des „Islamischen Staates“ soll die ehemalige Staatssekretärin und Außenministerin und weiterhin gegenwärtige Gattin des Ex-Präsidenten William Clinton sich geäußert haben, als Präsidentin würde sie alles tun, was nötig ist, um Amerikas Sicherheit zu bewahren.

Als bislang einzige Quellen für den Wortlaut der Rede fanden sich bei Verfassen des Artikels allerdings eine Meldung in der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik, sowie ein ganz gleichlautender Bericht der aserbaidschanischen Trend News Agency, welche sich ihrerseits jedoch nicht auf Sputnik, sondern auf die iranische Seite IRNA beruft.

Allerdings wäre es nichts Neues, daß Clinton sich einer unverblümten Sprache bedient. Die grausame Ermordung des libyschen Oberst Gaddafi hatte sie lachend mit „Wir kamen, wir sahen, er starb“ kommentiert, bezüglich Syriens hatte sie verlangt, Russland und China müßten für die Unterstützung Assads „einen Preis bezahlen", und Wladimir Putin hatte sie im März 2014 für sein Vorgehen in der Ukraine mit Hitler verglichen.

Insgesamt steht Hillary Clinton für eine Mischung aus linksliberaler Innenpolitik in gesellschaftlichen Fragen wie Abtreibung, Homosexualität und Feminismus, außenpolitisch verbunden mit entschiedener Unterstützung Israels und klassischer US-Hegemonialpolitik, natürlich in linksliberaler Menschenrechtsmaskerade. Nach einer jüngsten CNN/ORC-Umfrage  sollen 57% der US-Bürger sie für nicht ehrlich und vertrauenswürdig halten, innerhalb der demokratischen Wählerschaft liegt sie jedoch in puncto Popularität vor allen anderen Bewerbern.

 

Quellen:

http://sputniknews.com/politics/20150613/1023333493.html#ixzz3cybU2eW4
http://en.trend.az/iran/politics/2406007.html
http://www.globalresearch.ca/hillary-clinton-we-created-al-qaeda/5337222
http://edition.cnn.com/2015/06/02/politics/hillary-clinton-2016-poll-gop-field-close

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Ruedi Strese

Mag. Ruedi Strese (Jahrgang 1980) machte 2001 sein Abitur und lebt in Berlin.

Nach seinem Studium der Germanistischen Linguistik und der Südostasienwissenschaften an der Humboldt-Universität und Abschluß mit dem Magistergrad im Jahr 2010 arbeitete Ruedi Strese als Lektor, Autor und Musiker.

Seit Dezember 2014 leitet er die Redaktion von COLPORTAGE.

Webseite: www.colportage.de

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