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Klare Worte von Rafael Correa

Ecuadors Präsident kritisiert die „Gender-Ideologie“

Montag, 22 Februar 2016 03:03 geschrieben von 

Barcelona - Die fortschrittlichen Bewegungen in Lateinamerika lassen sich nicht wirklich mit den westeuropäischen und nordamerikanischen Mainstream-Linken gleichsetzen, die stark vom zersetzenden Neotrotzkismus und Kulturmarxismus beeinflusst sind, von den Erben der „68er“ und der „politischen Korrektheit“. Wenige westeuropäische Linke würden sich heute als Patrioten bezeichnen, wie es beispielsweise Hugo Chávez immer getan hat. „Patria o Muerte“ („Vaterland oder Tod“) war einer der bekanntesten Aussprüche eines Che Guevara.

In Ecuador äußerte sich der sozialistisch ausgerichtete Präsident Rafael Correa bereits vor ein paar Jahren offen gegen die „Gender-Ideologie“. Correa lehnte die Verbreitung diese neuen Ideen und allgemein die Frühsexualisierung in den Schulen vehement ab. „Man soll die Kinder in Ruhe lassen“. Auch den modernen radikalen Feminismus kritisierte er: „Eine Sache ist die Gleichheit an Rechten; das unterstützen wir selbstverständlich von Herzen. Aber es gibt heutzutage eine andere Tendenz, die nicht diese Gleichheit an Rechten anstrebt, sondern eine totalitäre Gleichheit; dass Männer immer mehr wie Frauen werden und Frauen immer mehr wie Männer. Es reicht damit!“

Der ecuadorianische Präsident äußerte sich über die Indoktrinierung mit der Gender-Ideologie an den Schulen: „Ich kann die Meinung der Gender-Leute respektieren. Aber es kann doch nicht sein, dass sie versuchen, uns allen ihre Ideen aufzunötigen. Sie behaupten, dass es in Wirklichkeit von Natur aus keine Männer und Frauen gibt, dass die Geschlechter keine biologische Realität sind, sondern dass alles ein „soziales Konstrukt“ sei… Und das einer das „Recht“ hätte, selber zu entscheiden, ob er Mann oder Frau ist… Also, bitte! Das ist doch Schwachsinn! Sie können meinetwegen weiter daran glauben, aber sie sollen nicht versuchen, so was der Gesellschaft anzudrehen, und vor allem nicht den Kindern“.

Correa fügte hinzu: „Man wird jetzt über mich behaupten, dass ich wie ein Höhlenmensch bin, dass ich nicht mit der Zeit gehe… Blödsinn! Wir alle wollen die Gleichheit an Rechten zwischen Männern und Frauen, aber dieser fundamentalistische Feminismus hat damit nichts zu tun!“

In diesen Sinne meinte Correa weiter: „Diese Ideologie (Gender) ist sehr gefährlich. Sie greift die Basis unserer Gesellschaft an, nämlich die Familie. Jetzt werden einige über mich sagen, dass ich kein Linker bin, dass ich ein Reaktionär wäre… Das hat nichts mit rechts oder links zu tun, sondern mit Moral und gesundem Menschenverstand. Wird man mich jetzt einen Konservativen nennen, weil ich an die Familie glaube? Bitteschön! Ich glaube an die Familie (…) Ja zu den gleichen Rechten für die Frauen, aber Vorsicht mit diesen neuen Ideen, die versuchen, uns weiszumachen, dass es keine natürlichen Frauen und Männer gäbe sondern nur soziale Konstrukte“.
Correa hatte ausdrücklich gesagt, dass er gegen jede Art von Diskriminierung gegenüber Homosexuellen sei, die sollte man als Menschen immer respektieren. Aber trotzdem reagierte nach seiner Rede über die Gender-Ideologie die LGBT-Lobby mit Empörung.
Eine Sache sei die Nichtdiskriminierung in Beruf, Bildung oder Gesundheit; ein Recht aller Menschen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung. Correa aber kritisierte diese angeblichen „Rechte“, diese von gewissen internationalen Gruppen erfundenen „Rechte“, die globalistisch versuchen, ein künstliches „Social Engineering“ durchzuführen. „Das dient nicht der Gerechtigkeit und dem Gemeinwohl“, so Correa.

Verweise:
http://www.hazteoir.org/noticia/55312-rafel-correa-desata-iras-lobby-lgtb-denunciar-fundamentalismo-genero 
Video: https://www.youtube.com/watch?v=4J7QMXpUt00

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Felix Alemán

Felix Alemán (Jahrgang 1985), Deutsch-Spanier, wurde in Berlin geboren und wuchs in Spanien auf.

Nach dem Abitur schloß er eine kaufmännische Ausbildung in der Fachrichtung Fremdsprachen ab. Seit 2005 wohnt er wieder in Berlin. Seine Interessengebiete beinhalten Sprachen, Filme und Politik. Er schreibt Filmkritiken für einen spanischen Blog.

Für COLPORTAGE befaßt er sich u.a. mit geopolitischen Themen mit dem Schwerpunkt Spanien und Lateinamerika.

Webseite: www.colportage.de

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