Freigegeben in Politik

Die Identitäts-Pop-Gruppe „Les Brigandes“ im Interview

Frankreichs patriotische und katholische „Banditen“

Donnerstag, 22 Oktober 2015 23:44 geschrieben von 
„Les Brigandes“ „Les Brigandes“

Berlin - Eine Schar junger Frauen aus unserem westlichen Nachbarland hat mit ihren hübsch gestalteten Musikvideos, in denen sie sehr seicht scheinende, aber tatsächlich bitterböse Lieder darbieten, unsere Aufmerksamkeit errungen. Die oft sarkastischen Texte haben es tatsächlich in sich und spotten vorsätzlich jeder „political correctness". Manchmal sehr böse, doch auf jeden Fall interessant genug, um den Damen einige Fragen zu stellen. Diese nehmen wahrlich kein Blatt vor den Mund, aber lest selbst...

COLPORTAGE: Bitte gebt uns einen kleinen Überblick über die Geschichte Eures Projekts!

Les Brigandes: Wir reden nicht über unser persönliches Leben, schließlich hat das «Mysterium» seinen Anteil an der Originalität des Stils der Brigandes, was auch unsere maskierten Gesichter belegen.
Mehrere musikliebende Frauen wollten sich mir nach dem ersten Titel, einer Pastiche des linken Barden Servat („La Rouge Hermine“), veröffentlicht im Sommer 2014, in der ich ihn direkt angriff, anschließen.
Was die Vokabel der «Brigandes» angeht, muß man auf die Menschen der Vendée in Frankreich verweisen, welche gegen den von der Französischen Revolution verhängten Terror aufstanden. Die Republik hatte zur Ausrottung der Vendeer aufgerufen, welche sie als «les brigands» («Die Banditen» - Red.) bezeichnete. Dieser Genozid - welcher heute nicht als solcher anerkannt ist - zwang die Vendée, um ihr Überleben zu kämpfen, und Frauen, die verfolgt wurden, und nichts mehr zu verlieren hatten, warfen sich in den Kampf. Unser erstes Video «Les Brigandes» bezieht sich auf diese legendär gewordenen Heldinnen.

COLPORTAGE: Ihr habt einen sehr originellen musikalischen Stil. Wie würdet Ihr diesen jenen beschreiben, die mit Eurer Musik noch nicht vertraut sind?

Les Brigandes: Unser Stil ist eine Synthese aus verschiedenen Einflüssen: dem französischen Chanson des Cabaret mit einem Schuß «comique-troupier» für den Humor vor dem Hintergrund der Popmusik der 60er Jahre und des Folk Rock. Das Genre des «Protestsongs» ist in Frankreich nicht sehr vertraut, da es dazu zwingt, verstörende Dinge mit einer gewissen Brutalität zu sagen. Das Protestlied ist grundsätzlich für linke Sänger reserviert, obwohl die französische Sprache zu rohe Texte verbietet. Wir, wir gehen da sehr direkt vor, mit harten Worten, die durch unsere Weiblichkeit ausgeglichen werden. Zweifellos ist diese Verbindung von Stärke mit einer sanften musikalischen Form der Schlüssel zu dem Erfolg, dem wir begegnen.

COLPORTAGE: Es gibt melancholische und nachdenkliche Töne ebenso wie eine Menge Humor in Euren Liedern. Betrachtet Ihr diese als Waffen im antiglobalistischen Kampf?

Les Brigandes: Auf die Kommunikation bezogen, ist es nicht sehr produktiv, sich auf einen einzigen Stil von Musik zu beschränken. Wir produzieren Lieder in verschiedenen Stilen, um an verschiedenen Empfindungen zu rühren. Diese Originalität kommt vermutlich von der Tatsache, daß wir eine Frauengruppe sind. Unser Treffen ist schicksalhaft, denn die künstlerischen und intellektuellen Mittel fanden sich in unseren Händen, um genau das zu machen, was wir machen: politische Popmusik.
Der schöpferische Aspekt der Kultur ist eine essentielle Waffe in jedem politischen Kampf, und besonders heutzutage, wo wir unter der anglo-amerikanischen Besatzung leben. Wir sind in dem großen Film Amerikas, und es ist schwierig, sich daraus zurückzuziehen. Wir würden gerne die Patrioten dazu anstiften, die kreativen Räume zu erobern, welche derzeit von unseren Feinden besetzt sind. Es ist nicht nötig, bei Wahlen zu siegen, um mit der Initiation einer kulturellen Revolution zu beginnen. Das ist, in jeder Hinsicht, die Frage jeglicher realen Politik. Das, was wir hören, das, was wir lieben, das, was wir denken, ist nicht die Frucht der Reden der Politiker. Es sind Befehle, die von den Medien und der Kultur direkt in unsere Gehirne gedruckt werden. Das erfordert eine Antwort auf dieser Ebene.

COLPORTAGE: Eure Musikvideos enthalten starke kabarettistische Elemente. Sollten wir „Les Brigandes“ nicht nur als Musikgruppe, sondern als Gesamtkunstprojekt sehen?

Les Brigandes: Ja, es ist ein umfassendes Projekt von Musik und theatralischer Inszenierung. Der Weg über das Internet ist eine Verpflichtung, um sich bekannt zu machen, man muß aber auf Videos zurückgreifen. In einer anderen Zeit hätten wir nichts als Audio-CDs produziert, aber dies ist nicht mehr möglich. Sich in Szene zu setzen ist eine zusätzliche Schwierigkeit, insbesondere mit geringen Mitteln. Dies zwingt uns, mit einfachen Elementen zu arbeiten, wie bescheidene Handwerker. Der handwerkliche Charakter unserer Videos ist eine Art, sich vom System abzuheben und schließlich ergibt dies unseren „hausgemachten“ Stil, welches genau das Bild ist, welches wir im Gegensatz zu dem „Showbiz“ abgeben wollen, welches uns sowieso nie zu einem großen Publikum aufsteigen lassen würde.

COLPORTAGE: Ihr seid Teil des "Comité du Salut Public“. Was sind die Ziele dieser Gruppe?

Les Brigandes: Das erste Ziel "Comité du Salut Public“ war (und ist immer noch) sich dem kulturell Korrekten zu widersetzen, indem Botschaften durch Lieder überbracht werden. Dann, im weiteren Sinne, ist das Ziel, für die Allianz des antiglobalistischen Widerstands gegen den gemeinsamen Feind zu predigen - die Botschaft, welche wir versuchen, in alle Milieus zu tragen: Nationalisten, Identitäre, Katholiken, Heiden, Royalisten,... Wir möchten auch ein Beispiel geben, wie wir leben: die Gruppierung im Familienklan. Unserer Ansicht nach ist dies die einzige Weise, sich in der Weltordnung langfristig zu organisieren. Aber diesen Aspekt werden wir später vertiefen.

COLPORTAGE: In Frankreich ist die „Identitäre Bewegung“ sehr stark. Was denkt ihr über sie?

Les Brigandes: Die identitäre Bewegung ist eine legitime Reaktion gegen die massive Einwanderung, die Islamisierung und die Zerstörung Europas. Wir verstehen und unterstützen diese Reaktion. Wie auch immer, hat diese „identitär“ genannte Bewegung jedoch ihre Beschränkungen: sie benennt nicht die mehr oder weniger geheimen Lobbys, welche die Zerstörung der Nationen und der Identitäten wünschen und greift eher die Folgen an (die wir genannt haben) als die Ursachen (nämlich die Gruppen, welche die Zerstörung Europas organisieren).
Generell wird die identitäre Bewegung vom System stark bekämpft: die „Weißen“ sind die einzigen, denen das Recht, ihre Gemeinschaft zu verteidigen und auf ihre Ethnie stolz zu sein, verweigert wird.

COLPORTAGE: Nicht nur einmal nehmt Ihr Bezug auf die Freimaurer-Logen. Was sind die Gründe dafür?

Les Brigandes: Die moderne Freimaurerei bekämpft die natürliche Ordnung und die aus ihr resultierende Vielfalt. Speziell in Frankreich haben wir ein Problem mit der Freimaurerei, welche grundsätzlich vom Grand Orient repräsentiert wird - atheistische Überzeugung, die daran arbeitet, alles zu zerstören, was sich aus dem Naturrecht ableitet und die Errichtung einer Universellen Republik anstrebt. Die Revolution, welche den Kopf unseres Königs fallen sah, war das Werk der Freimaurer, deren Nachfolger noch heute an der Macht sind, da ein Großteil der Regierung der französischen Republik durch die Logen des Grand Orient gegangen ist. 
Unser Lied „La loge des Jacobins“ („Die Loge der Jakobiner“) prangert diese Logen, welche 1789 die Macht ergriffen haben, an. Wir werden jedoch bald ein „Radio Brigandes“ veröffentlichen, um das Thema Freimaurerei zu klären und zu zeigen, daß es auch eine christliche Freimaurerei gibt, eine Minderheit, die von der republikanischen und materialistischen Freimaurerei unterdrückt wird.

COLPORTAGE: "Le rat jèze" ist ein starker Angriff aud die Jesuiten innerhalb des Katholizismus. Was bedeutet Katholizismus für Euch, und warum ist die „Gesellschaft Jesus’“ eine solche Gefahr?

Les Brigandes: Die Gesellschaft Jesus’ wurde prinzipiell von Marranen (zum Katholizismus konvertierten Juden) mitbegründet, dies war zudem der einzige Orden, der sie akzeptierte. Die Gesellschaft vertrat deshalb, natürlich, eine von den anderen katholischen Orden verschiedene Orientierung, die zufälligerweise der vom Judaismus vertretenen Politik entsprach: Internationalismus, synkretistischer Ökumenismus, eine irdische und zeitliche Konzeption von Religion, Entwicklung der materialistischen Wissenschaften, usw.
Das Thema ist kompliziert, da die Gesellschaft Jesus’ nach alle Plänen gespielt hat und auf allen Seiten war, gemäß dem Axiom „Teilen, um zu herrschen“. Wir verkaufen auf unserer Seite eine Broschüre, welche die Taten des Jesuitenordens im Detail erklärt.

Dieser Orden hat in wichtiger Weise an der Zerstörung des Katholizismus mittels des Vatikanum II mitgewirkt, welches er mit Klauen und Zähnen verteidigt. Der Jesuitenkardinal Béa hatte auch Druck auf  das Konzil gemacht, ihm „antisemitisch“ vorkommende Passagen aus den Evangelien zu streichen. Schließlich hätte Jesus keine Chance gehabt, nach der Aufklärung geboren zu werden, man könne verstehen, daß er noch in einigen Dingen falsch gelegen habe...

Heute zeigt uns der jesuitische Papst die Kulmination eines lange vorbereiteten Plans, und jeder Katholik, der ein wenig der katholischen Tradition verbunden ist, kann seine ultraglobalistische, einwanderungsfreundliche und zudem technokratische Politik nur ablehnen. Es ist der erste Papst, der in den Medien „Marxist“ genannt wird, und der von Personen wie Jean-Luc Mélenchon, Fidel Castro, Barack Obama oder Madonna gefeiert wird! Selbst der sehr in den Medien vertretene Johannes Paul II. hat es nicht geschafft, die Köpfe der französischen extremen Linken zu verführen.

Wir sind einverstanden damit, den Katholizismus als Ganzes zu verteidigen, wie die europäische Identität, aber man muß den Mut haben, jene anzuprangern, welche, während sie die Maske des Katholizismus tragen, diesen von innen zerstören.

COLPORTAGE: Gebt Ihr regelmäßig Konzerte?

Les Brigandes: Wir haben unser erstes Konzert bei der Versammlung der „Synthèse Nationale“ am 11. Oktober des vorigen Jahres in Rungis bei Paris gegeben! Wir haben die Idee, Festivals zu organisieren, welche die europäische Kultur preisen, dargebracht als Musik, Theater oder vielleicht in anderen Formen der Kunst. Wir würden gerne im nächsten Sommer beginnen, vielleicht hätten auch einige Deutsche daran Interesse?

COLPORTAGE: Bald soll Eure erste CD erscheinen? Was können wir erwarten?

Les Brigandes: Unser erstes Album setzt sich aus Liedern zusammen, welche wir mit Videos im Netz verbreitet haben. Die Lieder wurden für den Tonträger neu gemastert, und das Album enthält ein Heftchen mit Fotos und Texten. Diese CD ist vor allem eine Möglichkeit für unsere „Fans“, uns finanziell zu unterstützen.

COLPORTAGE: Irgendwelche letzten Worte an potentielle Hörer in Deutschland? 

Les Brigandes: Deutschland ist ein Geschwisterkind Frankreichs, und unsere beiden Länder bekämpften sich seit der Republik und besonders in den beiden „europäischen Bürgerkriegen“, gewünscht und finanziert von vaterlandslosen Eliten. Wir fühlen uns geehrt, jenseits der elsässischen Grenze Beachtung zu finden und ermutigen deutsche Patrioten in ihrem Widerstand gegen die Merkel-Regierung, die ihr Land liquidiert, indem sie es an fremde Ethnien und Kulturen übergibt.

COLPORTAGE: Vielen Dank für das Interview!

Artikel bewerten
(35 Stimmen)
Ruedi Strese

Mag. Ruedi Strese (Jahrgang 1980) machte 2001 sein Abitur und lebt in Berlin.

Nach seinem Studium der Germanistischen Linguistik und der Südostasienwissenschaften an der Humboldt-Universität und Abschluß mit dem Magistergrad im Jahr 2010 arbeitete Ruedi Strese als Lektor, Autor und Musiker.

Seit Dezember 2014 leitet er die Redaktion von COLPORTAGE.

Webseite: www.colportage.de

Redaktion