Freigegeben in Politik

Politisch inkorrekte Studienergebnisse der Universität Manchester

Gefährdet ethnische Verschiedenheit den sozialen Zusammenhalt?

Montag, 22 Februar 2016 02:56 geschrieben von 
Der „Ridley Road Market“ in Dalston, London Der „Ridley Road Market“ in Dalston, London

Berlin - Die akademische Studie nennt sich ausführlich „Hat ethnische Diversität einen negativen Einfluß auf die Einstellungen zur Gemeinschaft? Eine Langzeitanalyse über angegebene Ursachen innerhalb der Debatte über ethnische Diversität und sozialen Zusammenhalt“. Die Antwort lautet im Wesentlichen: Ja, es gibt diesen negativen Einfluß. Die Studie war vom „Cathie Marsh Institute for Social Research“ der Universität Manchester durchgeführt worden, zugrunde liegen die Daten von über 10.000 Menschen, gesammelt über einen Zeitraum von 18 Jahren. Demzufolge sind Bewohner von ethnischer Vielfalt geprägter Gegenden im Vergleich zu Einwohnern ethnisch einheitlicherer Gebiete im Schnitt unglücklicher.

Einer der Gründe ist danach das Gefühl von Sicherheit, welches Menschen in stärkerem Maße haben, wenn sie sich unter ihresgleichen fühlen, welches sich hingegen unter dem Eindruck schneller Veränderungen verringert. Die ethnische Struktur der britischen Inseln ändert sich rapide; sind derzeit rund ein Fünftel von deren Einwohnern keine indigenen Briten, wird Daten zufolge ein Anstieg auf ein Viertel im Jahr 2025, ein Drittel 2040 und bis zu 38% im Jahr 2050 angenommen.
Entsprechend beginnt die Arbeit mit dem Satz: „Mit Einwanderung in historischer Höhe in vielen europäischen Ländern haben Forschungen, die nahelegen, daß ethnische Verschiedenheit den sozialen Zusammenhalt negativ beeinflußt, Alarm ausgelöst.“ Einem Artikel bei der konservativen Nachrichtenseite Breitbart nach tut die Studie wenig, um diese Befürchtungen zu widerlegen, die einzige Gruppe, welche von der ethnischen Diversität nicht negativ betroffen sei, seien Personen, welche gerne zum bewußten Wechsel ihres Wohnortes in solche Gebiete bereit sind. In einem Interview mit der Daily Mail äußerte sich der Soziologe Dr. James Laurence, Co-Autor der Studie, wie folgt: „Zunehmende Diversität kann den Zusammenhalt verringern, da Menschen einfach ihre Nachbarn als mehr von sich verschieden sehen; daß sie andere Werte, andere Interessen und andere Normen haben können, die dem Kontakt standhalten können.“ Insgesamt wird damit natürlich nichts substantiell Neues bewiesen, denn auch die Humanethologie (menschliche Verhaltensforschung) des Konrad Lorenz-Schülers Irenäus Eibl-Eibesfeldt war zu ähnlichen Ergebnissen gekommen, Resultat war ein Buch, welches - heutzutage so kaum noch denkbar - 1994 immerhin noch im etablierten Piper-Verlag erscheinen konnte, betitelt „Wider die Mißtrauensgesellschaft“, im Grunde eine auf humanethologischen Kenntnissen aufgebaute Streitschrift gegen „Multikulti“. Mit der gleichen Thematik befaßte sich schließlich im Jahr 2000 zudem Kurt Willrich mit seinem Buch „Von der Unfreiheit eines multikulturellen Menschen – biologisch korrekt statt politisch korrekt“.

Verweise:
https://archive.is/Hf8ue
http://www.dailymail.co.uk/news/article-3451505/Britons-neighbourhoods-change-influx-migrants-happy-isolated-major-study-finds.html#ixzz40Vd3GhcK
https://www.academia.edu/3479330/Does_Ethnic_Diversity_Have_a_Negative_Effect_on_Attitudes_towards_the_Community_A_Longitudinal_Analysis_of_the_Causal_Claims_within_the_Ethnic_Diversity_and_Social_Cohesion_Debate

Artikel bewerten
(9 Stimmen)
Ruedi Strese

Mag. Ruedi Strese (Jahrgang 1980) machte 2001 sein Abitur und lebt in Berlin.

Nach seinem Studium der Germanistischen Linguistik und der Südostasienwissenschaften an der Humboldt-Universität und Abschluß mit dem Magistergrad im Jahr 2010 arbeitete Ruedi Strese als Lektor, Autor und Musiker.

Seit Dezember 2014 leitet er die Redaktion von COLPORTAGE.

Webseite: www.colportage.de

Redaktion