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Skandal erschüttert die Europäische Union

Heterosexuelle Ampelmännchen gesichtet

Montag, 01 Juni 2015 23:33 geschrieben von 
Heterosexuelles Ampelmännchen in Mittelherwigsdorf Heterosexuelles Ampelmännchen in Mittelherwigsdorf Quelle: COLPORTAGE

Mittelherwigsdorf - Der Landkreis Görlitz hat ein handfestes Problem. Im Jahr 2022 hätten nach den neuen Richtlinien der Europäischen Genderkommission sämtliche heterosexuellen Ampelmännchen entfernt und durch Frauen, Transsexuelle oder eindeutig als homosexuell erkennbare Männchen ersetzt worden sein müssen. Ein privates Video jedoch brachte Erschreckendes ans Tageslicht.

Zuerst ist an dem Video nichts Auffälliges. Es regnet ein wenig, trotzdem sieht man sächsische BürgerInnen sämtlicher Hautfarben und mindestens sieben verschiedener Geschlechter auf ganz alltägliche Weise durch das Ortszentrum von Mittelherwigsdorf laufen. Dazwischen ein einzelner, etwa 70jähriger Cis-Mann, der anscheinend als ein Relikt aus einer unguten Vergangenheit mit seinen abwegigen Marotten trotzdem die großzügige, typisch sächsisch-gemütliche Duldung seiner Mitmenschen erfährt. Denkt man, bis man den weiteren Kontext erfährt.

Eine aufmerksame Bürgerin nämlich hatte den Film im Internet gesehen und war fündig geworden: in einer kleinen Nebenstraße steht eine noch nicht gegenderte Verkehrsampel. Sofort telefonierte sie mit der Blockgenderbeauftragten, welche das Problem an die EU-Kommission weiterleitete. Hier wurde man hellhörig und verlangte augenblickliche Maßnahmen.

Herberta Mbeki-Shnatraph, Genderkommissarin des Landkreises Görlitz ist fassungslos: „Ich habe selbst vor meiner sexuellen Neuorientierung meine Schwester geheiratet und mit ihr ein Kind mit besonderen Fähigkeiten gezeugt. Es hat mir die Sprache verschlagen, daß so etwas im Jahr 2026 noch möglich ist.“ Das absolut Unfaßbare sei jedoch die Gleichgültigkeit der Menschen vor Ort. „Man muß sich ernsthaft fragen, ob die Gemeinde Mittelherwigsdorf tatsächlich eine ausreichende Sicherheit für ihre Transgender-Mitmenschen gewährleisten kann und will. Mir jedenfalls kamen Erinnerungen an eine finstere Vergangenheit hoch, in welcher etwa homosexuelle Menschen keinen öffentlichen Koitus ausüben konnten, ohne dafür blöde Sprüche zu ernten. Oder Schlimmeres, nur weil sie anders waren."

Neben der moralischen Frage spielen jedoch auch finanzielle Gesichtspunkte eine Rolle, denn bei einem erwiesenen Verstoß gegen die EU-Genderrichtlinien drohen Landkreis und Gemeinde deftige Bußgelder. Mbeki-Shnatraph hat zwar mit einigen tausend BürgerInnen einen Sitzmarsch für Toleranz und gegen heterosexuelle Ampeln durchführen können, aber ob das die bevorstehenden Sanktionen der Brüsseler Kommission noch aufhalten kann, ist stark zu bezweifeln.

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Ruedi Strese

Mag. Ruedi Strese (Jahrgang 1980) machte 2001 sein Abitur und lebt in Berlin.

Nach seinem Studium der Germanistischen Linguistik und der Südostasienwissenschaften an der Humboldt-Universität und Abschluß mit dem Magistergrad im Jahr 2010 arbeitete Ruedi Strese als Lektor, Autor und Musiker.

Seit Dezember 2014 leitet er die Redaktion von COLPORTAGE.

Webseite: www.colportage.de

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