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Zu Heiligabend im Fernsehen

IM „Larve“ und die Weihnachtsgans - eine Satire!

Freitag, 25 Dezember 2015 23:59 geschrieben von 
Gerhild Gaucks Ehemann Gerhild Gaucks Ehemann Quelle: de.wikipedia.org | Kleinschmidt / MSC | CC BY-SA 3.0 de

Berlin - Bekannt ist er vor allem als Ehemann von Gerhild Gauck, geboren Radtke. Seit 1959 ist er mit ihr verheiratet, die beiden haben zusammen vier Kinder. Von 1990 bis 1998 war er mit der Publizisten und Zeit-Journalisten Helga Hirsch liiert, welche ihn auch heute noch berät. Etwa als Eheberaterin? Zwischendurch, 1991 zog er aber bei seiner Frau aus, ohne sich jedoch scheiden zu lassen. Seit 2000 lebt er mit der Journalistin Daniela Schadt zusammen.

Auch außerhalb des außerehelichen Bettes ist er ein Tausendsassa. Dies begann bereits zu DDR-Zeiten, wo er sich dem Staat anbiederte und, so sagen manche, als IM „Larve“ die Opposition ausschnüffelte, um sich später als einer von deren Führern preisen zu lassen. In einem genialen Schachzug gelang es ihm 1990, zum Beauftragten für die Stasi-Unterlagen zu werden, wobei böse Zungen ihm unterstellen, sich nicht zuletzt für das Verschwinden ihn selbst belastender Dokumente eingesetzt zu haben. 
Zudem hat er auch eine große Bedeutung als zeitgenössischer Künstler, welche leider erst spätere Generationen voll verstehen können werden. Immer wieder neigt er zu avantgardistischen Aktionen, mit denen er die Politik karikiert. Bei seiner Indienreise im Februar 2014 forderte er rund 1,2 Milliarden Inder auf, sich nach Deutschland zu begeben, welches genug Platz für sie habe. Eine besondere Begeisterung zeigt er auch für deutsche Militäreinsätze im Ausland, natürlich im Dienste der USA, was ihm bisweilen die Bezeichnung „Kriegstreiber“ einbrachte. Konsequenterweise sieht er in Edward Snowden keinen Vertreter der so oft geforderten Zivilcourage, sondern bescheinigt ihm „schnöden Verrat“.

Gestern war Heiligabend. Ich saß auf dem Sofa, die Stirn von Tannenzweigen umkränzt, Weihnachtsengel fächerten mir Luft zu, eine Gänsebein hing aus meinem Mund. Der Fernseher lief. Da erschien er: der Ehemann von Gerhild Gauck, dessen Namen ich trotz intensiver Recherche nicht in Erfahrung bringen konnte.

„Komme ich jetzt im Fernsehen?“ Dieser klassische Satz aus einer früheren Comedy-Serie mit Ingolf Lück und Bastian Pastewka kam mir in den Sinn. Wie hatte er das geschafft? Tatsächlich, er sprach. Über Warmherzigkeit, Demokratie, Menschlichkeit. Ich fühlte mich eingelullt und schlief ein. Irgendwann erwachte ich. Was zappelte da? Dem Gänsebein in meinem Mund waren wieder Federn gewachsen und es versuchte, wegzulaufen.

 

Verweise:

http://www.welt.de/politik/ausland/article124661961/Gauck-lockt-Inder-Wir-haben-Platz-in-Deutschland.html
http://www.focus.de/politik/deutschland/rede-des-bundespraesidenten-in-weihnachtsansprache-joachim-gauck-warnt-vor-hass-und-gewalt_id_5173870.html
http://www.huffingtonpost.de/2014/06/18/jurgen-todenhofer-joachim-gauck-kriegstreiber-dschihadist_n_5505954.html

Letzte Änderung am Samstag, 26 Dezember 2015 00:06
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Ruedi Strese

Mag. Ruedi Strese (Jahrgang 1980) machte 2001 sein Abitur und lebt in Berlin.

Nach seinem Studium der Germanistischen Linguistik und der Südostasienwissenschaften an der Humboldt-Universität und Abschluß mit dem Magistergrad im Jahr 2010 arbeitete Ruedi Strese als Lektor, Autor und Musiker.

Seit Dezember 2014 leitet er die Redaktion von COLPORTAGE.

Webseite: www.colportage.de

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