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Das Jahrtausendproblem

LGBT-Feindlichkeit in Flüchtlingsheimen

Mittwoch, 02 September 2015 22:24 geschrieben von 
„480 v.Chr: die Flüchtlinge Erastes und Eromenos wollen die Grünen wählen“ „480 v.Chr: die Flüchtlinge Erastes und Eromenos wollen die Grünen wählen“

Berlin - Einen aufsehererregenden Bericht über sexuelle Minderheiten unter Asylbewerbern liefert uns die Springer-Postille „BZ“, betitelt „Das besondere Leid der homosexuellen Flüchtlinge“. Unter anderem erfahren wir dort: „Homosexuelle und Transsexuelle in Flüchtlingsunterkünften versuchen meist, ihre Neigung zu verstecken. Denn sonst drohen Beleidigungen, Schläge und sexuelle Übergriffe.“

Eine Sozialpädagogin namens Jouanna Hassoun betreue derzeit in Berlin „22 Schwule, Lesben und drei transsexuelle Flüchtlinge“. Sie könne jedoch nicht allen helfen, von denen sie Anfragen bekomme, und in den Unterkünften seien auch ISIS-Anhänger.

Abgesehen davon, daß Kritiker der ungefilterten Hineinlassung auf den Umstand der IS-Fans unter Asylbewerbern schon lange hinweisen (wie der IS ja auch offiziell angekündigt hatte) und dies weitgehend unter den Tisch gekehrt wird - wenn es um sexuelle Minderheiten geht, wird der alte Hut doch gerne mal von einem windigen Geschäftsmann herausgeholt und vor einem Blinden auf die Straße gelegt, damit Passanten ihn mit Münzen füllen können... oder so.

Aber sonst hilft es doch den Transflüchtlingen wenig, bloß Mitleid mit ihnen zu empfinden. Auch, wenn sie das Heim verlassen, müssen sie ja mit ihren homophoben einstigen Heimgenossen in einem Land leben, wenn keiner diese vielleicht wegen Homophobie abgeschoben hat. Sonst drohen ihnen auch außerhalb des Heims „Beleidigungen, Schläge und sexuelle Übergriffe“ - feindselige Handlungen also, wenn wir dies nicht lediglich als Teil einer fröhlichen anderen Mentalität interpretieren wollen.

Wenn Deutschland konsequent zum LBGT-Land werden soll, oder zumindest LGBT-freundlich, muß dies auch für Zuwanderer gelten. Nicht Mitleid mit sexuellen Minderheiten unter Asylbewerbern ist die Lösung, sondern Erziehung zur aktiven Toleranz. Zum Beispiel sollten CIS-Männer ihren Asylantrag ausschließlich in Frauenkleidern abgeben dürfen, und es sollten spezielle Bodybuildingkurse angeboten werden, die von allen Frauen besucht werden müssen. Auch könnte man diesen Kreatin ins Essen mischen. Zudem sollte die Kranzniederlegung am Grab von Dirk Bach verpflichtend sein, um nicht abgeschoben zu werden. Kinder von Asylbewerbern sollten in Deutschland von Anbeginn liberal und tolerant aufwachsen. Jeder Asylbewerberfamilie ist ein transsexueller Erziehungsberater beizustellen, welcher die Kinder anhand schöner Aufklärungsbücher, etwa „Sexualpädagogik der Vielfalt" von Professor Elisabeth Thuider, für homosexuelle Praktiken begeistern wird.

Es wird nun auch langsam Zeit für erste transsexuelle Demonstrationen durch Asylbewerberheime und Zeltstädte. Das Motto kann sein „Bunt statt braun“, Hinweiszettel, daß mit „braun“ nicht die Hautfarbe der Asylbewerber gemeint sei, könnten Volker Beck und Klaus Wowereit gesondert an die Ankömmlinge verteilen, dabei frivol mit dem Gesäß wackelnd und eine Federboa um die Schultern tragend - und somit gleich Vorbild sein für ihre zukünftigen Wähler.

 

Verweise:

http://www.bz-berlin.de/berlin/das-besondere-leid-der-homosexuellen-fluechtlinge
http://www.freiewelt.net/reportage/sachlich-auseinandergesetzt-10037866

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Ruedi Strese

Mag. Ruedi Strese (Jahrgang 1980) machte 2001 sein Abitur und lebt in Berlin.

Nach seinem Studium der Germanistischen Linguistik und der Südostasienwissenschaften an der Humboldt-Universität und Abschluß mit dem Magistergrad im Jahr 2010 arbeitete Ruedi Strese als Lektor, Autor und Musiker.

Seit Dezember 2014 leitet er die Redaktion von COLPORTAGE.

Webseite: www.colportage.de

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