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Befremdliches Verhalten wegen PEGIDA

US-Botschaft gibt Sicherheitswarnungen für Dresden und Leipzig heraus

Mittwoch, 28 Januar 2015 19:45 geschrieben von 
US-Botschaft US-Botschaft

Berlin - John und Sandy Harper können es immer noch nicht fassen. Das Ehepaar aus Colorado war vor einigen Tagen nach Leipzig gereist, um die rückständigen Eingeborenen dieser Stadt in der erst 1990 von den Russen übernommenen Kolonie einmal aus nächster Nähe betrachten zu können. Sie kamen gerade aus einer der 267 jüngst mit Farbbeuteln beworfenen lokalen Burger King-Filialen, wo sie gespeist hatten, um ihren übergewichtigen Sohn Tyrell preiswert satt zu bekommen, als Sandy eine Faust ins Gesicht bekam. „Verschwindet, Ihr amerikanischen Schweine! Wir wollen Euch hier nicht!“ rief der sächsisch wirkende Täter. Dann rannte er weg, nicht ohne vorher Tyrell mit einem Teppichmesser ein Ohr angeritzt zu haben.
Die Touristen riefen die Polizei, diese kam erst nach fünf Stunden und lachte die Harpers nur aus „Selbst schuld, wenn man ein Ami ist. Wir im Osten wollen euch hier nicht.“ Erst als sich John Harper telefonisch an das US-Konsulat in Berlin wandte, und darauf Kripo-Beamte aus der Hauptstadt den Fall übernahmen, fanden sie Unterstützung und konnten schließlich den Täter in seiner Wohnung ausfindig machen.

Der Mann stellte sich als 24-jähriger Arbeitsloser heraus. Seine Wohnung war voller leerer Bierflaschen, auf die Stirn hatte er sich „LEGIDA“ tätowiert. Die Festplatte, welche die Beamten beschlagnahmten, erwies sich als wahre Fundgrube: neben antiamerikanischen Karikaturen fand sich die Adresse eines Pegida-Mitdemonstranten aus Dresden.
Routinemäßig schauten die Kriminalisten auch dort vorbei. Der Mann, ein Ossi, tat ganz harmlos und behauptete, den Leipziger Täter nicht zu kennen. Fast wäre die Polizei auf seine Masche hereingefallen, als er jedoch bei der Erwähnung des Wortes „Disneyland“ eine Augenbraue hob (die linke oder rechte) schöpfte der Einsatzleiter Verdacht: „Wir beschlossen, die Wohnung genauer unter die Lupe zu nehmen.“

Was sie fanden, war das blanke Grauen. Der ganze Keller war voll mit übergewichtigen Leichen. Nicht nur der eine Mieter war beteiligt, das ganze Haus schien sich zum gemeinsamen Morden verschworen zu haben. Motiv: Antiamerikanismus. „Das ist hier im ganzen Osten verbreitet, doch seit den PEGIDA-Demonstrationen erreicht die Gewalt eine unglaubliche Dimension“ informiert Prof. Dr. Peggy Lohnscheidt-Derek vom Zentrum für Antiamerikanismusforschung...

...genug davon. Da haben doch tatsächlich die US-Botschaft in Berlin und die Generalkonsulate in Frankreich und München anläßlich der Demonstrationen in Dresden und Leipzig eine Sicherheitswarnung an US-Bürger herausgegeben: „Wir nutzen diese Gelegenheit, allen US-Bürger dringend zu raten, sich des gestiegenen Bedrohungslevels in der Region bewußt zu sein und angemessene persönliche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen." Auch wenn die Demonstrationen der Absicht nach friedlich seien, könnten sie konfrontativ werden und in Gewalt ausarten. Auf die Gegendemonstrationen wird allerdings nur am Rande hingewiesen.

Die MoPo24 zitiert dazu Sachsens Innenminister Markus Ulbig (50, CDU): „Das ist eine bedauerliche Übertreibung. Wir haben eine unverändert stabile Sicherheitslage in Sachsen. Gäste aus aller Welt sind im Freistaat Sachsen herzlich Willkommen.“

Natürlich vergaß er, hinzuzufügen: wenn der wütende PEGIDA-Mob nach den Demonstrationen nicht gerade Hetzjagden auf US-Bürger veranstaltet...

 

Quellen:

https://www.osac.gov/Pages/ContentReportDetails.aspx?cid=16965
https://mopo24.de/Home#!nachrichten/us-botschaft-warnt-vor-reisen-nach-dresden-und-leipzig-4179

Letzte Änderung am Mittwoch, 28 Januar 2015 19:53
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Ruedi Strese

Mag. Ruedi Strese (Jahrgang 1980) machte 2001 sein Abitur und lebt in Berlin.

Nach seinem Studium der Germanistischen Linguistik und der Südostasienwissenschaften an der Humboldt-Universität und Abschluß mit dem Magistergrad im Jahr 2010 arbeitete Ruedi Strese als Lektor, Autor und Musiker.

Seit Dezember 2014 leitet er die Redaktion von COLPORTAGE.

Webseite: www.colportage.de

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