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Suchois gegen Drogenhandel

Venezuela ersteht weitere russische Kampfjets

Dienstag, 22 September 2015 21:56 geschrieben von 
Dienstflagge Venezuelas Dienstflagge Venezuelas

Caracas - Am Abend des letzten Donnerstag, des 17. September, waren in Venezuelas südwestlichem Grenzstaat Apure zwei Piloten in ihrer Suchoi-30 ums Leben gekommen, nachdem sie ein unidentifiziertes Flugzeug, welches in den venezolanischen Luftraum eingedrungen war, verfolgt hatten. Am Sonntag fand die offizielle Begräbniszeremonie statt, wo Präsident Nicolas Maduro die Verunglückten ehrte.

Er gab bekannt, weitere 12 russische Kampfflugzeuge erstehen zu wollen. „Wir werden die bolivarianische Luftwaffe stärken, um Venezuelas Luftraum zu verteidigen und den Drogenhandel zu bekämpfen.“ Er wolle mit Rußlands Präsidenten Putin über die Ersetzung der verunglückten Maschine wie über die beabsichtigten Neuanschaffungen sprechen.
Er erinnerte daran, wie sein verstorbener Amtsvorgänger Hugo Chávez den erstmaligen Erwerb russischer Suchoi ausgehandelt hatte, nachdem der damalige US-Präsident George Bush den Verkauf von Ersatzteilen für die bis dahin vor allem zur Drogenbekämpfung genutzten F-16 an Venezuela abgelehnt hatte. Hätte Venezuela nicht die Suchois, wäre es, so Maduro, ein Luftparadies für den kolumbianischen Drogenhandel.

Weiterhin bemerkte er, daß die Black Box der Suchoi geborgen sei und in den nächsten Tagen professionell untersucht würde. Die beiden Piloten wurden posthum für ihre Verdienste um die Nation mit dem Orden des Befreiers erster Klasse ausgezeichnet, Denkmäler sollen auf dem Luftwaffenstützpunkt Guarico sowie der Bolivarianischen Luftwaffenschule in Aragua errichtet werden.



Verweise:
http://venezuelanalysis.com/news/11517
http://www.sukhoi.org/eng/planes/military/su30mk

Letzte Änderung am Donnerstag, 24 September 2015 23:24
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Ruedi Strese

Mag. Ruedi Strese (Jahrgang 1980) machte 2001 sein Abitur und lebt in Berlin.

Nach seinem Studium der Germanistischen Linguistik und der Südostasienwissenschaften an der Humboldt-Universität und Abschluß mit dem Magistergrad im Jahr 2010 arbeitete Ruedi Strese als Lektor, Autor und Musiker.

Seit Dezember 2014 leitet er die Redaktion von COLPORTAGE.

Webseite: www.colportage.de

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