Ruedi Strese

Ruedi Strese

Mag. Ruedi Strese (Jahrgang 1980) machte 2001 sein Abitur und lebt in Berlin.

Nach seinem Studium der Germanistischen Linguistik und der Südostasienwissenschaften an der Humboldt-Universität und Abschluß mit dem Magistergrad im Jahr 2010 arbeitete Ruedi Strese als Lektor, Autor und Musiker.

Seit Dezember 2014 leitet er die Redaktion von COLPORTAGE.

Webseite-URL: http://www.colportage.de
Dienstag, 22 September 2015 21:56

Venezuela ersteht weitere russische Kampfjets

in Politik

Caracas - Am Abend des letzten Donnerstag, des 17. September, waren in Venezuelas südwestlichem Grenzstaat Apure zwei Piloten in ihrer Suchoi-30 ums Leben gekommen, nachdem sie ein unidentifiziertes Flugzeug, welches in den venezolanischen Luftraum eingedrungen war, verfolgt hatten. Am Sonntag fand die offizielle Begräbniszeremonie statt, wo Präsident Nicolas Maduro die Verunglückten ehrte.

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Sonntag, 20 September 2015 02:23

Wahrer Staat versus Parteiensystem

in Politik

Berlin - Immer wieder locken mit lautem Getöse die Politdarsteller zu den Wahlkabinen; da bewerben sich Parteien um die Wählergunst; Regierungsparteien und mehr oder weniger ernstzunehmende Opposition, Etablierte und Außenseiter. Die Rollen sind weitgehend abgesteckt, das Spiel hat System und manche nennen es auch so - immerhin. Und doch, auch die, die zum Teil wirklich etwas Besseres oder wenigstens Anderes wollen, sind in ihrem Denken oft erschreckend systemgefangen. „Die etablierten Parteien sind alle kriminell, es müssen neue Parteien an die Macht kommen.“ Oder, in der übellaunigeren Fassung: „Die etablierten Parteien sind kriminell, wir müssen an die Macht kommen und sie verbieten, daß nur noch eine Partei, die wirklich deutsche Interessen vertritt, das Sagen hat.“

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Freitag, 18 September 2015 16:27

Reykjavík unterstützt Palästina

in Politik

Reykjavik - Islands Hauptstadt Reykjavík hat auf eine links-grüne Initiative den Beschluß gefaßt, sämtliche in Israel hergestellten Produkte zu boykottieren. Begründet wird dies mit der anhaltenden illegalen Besetzung der palästinensischen Territorien. Für die weltweite Kampagne „Boycott Divestment Sanctions“ (BDS) gegen Israel ist dies ein gewaltiger Erfolg, Israel zeigt sich indes weniger amüsiert.
Die Gemeinde setzt sich bereits seit langem für die faktische und gesetzliche Errichtung eines souveränen und lebensfähigen Palästinenserstaates ein. Mitglieder des Reykjavíker Stadtrates erklärten, die Maßnahme habe symbolische und praktische Bedeutung, mit dem Ziel, „Rassismus und Apartheid“ Israels ein Ende zu setzen.

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Dienstag, 15 September 2015 17:48

Privatisierung der Sonne beschlossen

London - Wir schreiben das Jahr 2025. Auf Wunsch der Weltbeleuchtungsorganisation (WBO) hat die Weltregierung endlich beschlossen, die Sonne zu privatisieren. Mehrere Firmen haben bereits Interesse gezeigt, der Weltregierung Teile der Sonne abzukaufen. Es wird mit Einnahmen in Milliardenhöhe gerechnet.
Die Gründe für die Privatisierung liegen auf der Hand. Neben zu füllenden Löchern im Staatshaushalt geht es um ethisch-moralische Fragen. „Dinge, die kostenlos zur Verfügung stehen, werden für gewöhnlich verschwendet, die Menschen machen sich überhaupt keine Gedanken darüber“ so WBO-Chefin Petra Barback. „Dabei ist die Haltbarkeit der Sonne begrenzt, so wie die eines Autos oder Kühlschranks. Es steht eben nicht unbegrenzt zur Verfügung, und indem man sich kostenlos bescheinen läßt, wird diese Situation sicher nicht besser.“
Müßten die Verbraucher die Nutzung von Sonnenlicht bezahlen, würden sie lernen, damit bewußter umzugehen. Die Privatisierung der Flüsse, Seen und Ozeane habe ja ebenfalls zu einem Rückgang des Mißbrauchs durch Privatpersonen geführt, so Barback. Man überlege sich jetzt zweimal, ob man wirklich unautorisiert schwimmen gehe oder einen Schluck trinke und dabei eine mehrjährige Haftstrafe riskiere.

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Samstag, 12 September 2015 00:12

200 wahabitische Moscheen für Deutschland?

in Politik

Riad - Die reichen Golfstaaten Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, Oman, Kuweit und die Vereinigten Arabischen Emirate weigern sich, Flüchtlinge aus dem kriegsgebeutelten Syrien aufzunehmen. Begründet wird dies unter anderem damit, daß diese „eine andere Kultur“ hätten. Stattdessen hat Saudi-Arabien jetzt den Bau von 200 Moscheen für die Neuankömmlinge in Deutschland angeboten.
Dazu gibt es ein Sammelsurium mehr oder weniger verbundener Stränge und Gesichtspunkte. Angefangen werden könnte damit, daß Saudi-Arabien neben den USA, Israel und der Türkei Hauptverantwortlicher für das Sterben in Syrien ist, indem es wahabitische Fanatiker aus aller Welt bewaffnet und gegen die syrische Armee in den Krieg schickt.

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Donnerstag, 10 September 2015 18:10

Israels Botschaft in Kairo wiedereröffnet

in Politik

Kairo - Vier Jahre nach ihrer Schließung wurde die israelische Botschaft in Kairo wiedereröffnet. Neben dem israelischen Botschafter Haim Koren waren auch der stellvertretende Protokollchef des ägyptischen Außenministeriums, der Generaldirektor des israelischen Außenministeriums Dore Gold sowie Stephen Beecroft, der US-Botschafter in Ägypten, anwesend.

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Mittwoch, 09 September 2015 04:49

SodaStream schließt Fabrik in der Westbank

in Politik

Tel Aviv - Soda Stream, der israelische Trinkwassersprudlerhersteller mit Hauptsitz in Tel Aviv, hat am Sonntag angekündigt, daß seine Produktionsstätte im Westjordanland in zwei Wochen geschlossen würde. Öffentlich erwogen hatte Firmenchef David Birnbaum eine mögliche Schließung bereits im August 2014, im Oktober wurde dann die geplante Verlegung ins südliche Israel bekanntgegeben. 
Angeführt wurden vorrangig finanzielle Gründe, allerdings dürfte auch eine langjährige Boykottkampagne eine Rolle gespielt haben. In der Firma waren sowohl Juden als auch Palästinenser beschäftigt. Die Kritik richtete sich hier allerdings weniger gegen die konkreten Produktionsbedingungen, als vielmehr gegen den Standort in den besetzten Gebieten als solchem, insbesondere, daß die dort hergestellten Produkte als „Made in Israel“ deklariert wurden.

 

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Bischkek - Nach Armenien, Rußland, Weißrußland und Kasachstan ist seit kurzem auch Kirgisistan offizielles Mitglied der  Eurasischen Wirtschaftsunion (EWU). Das turksprachige Land in Zentralasien befindet sich seit spätestens 2014 in einer geopolitischen Umorientierung. Im Juni (nach anderen Quellen Juli) 2014 hatten die USA ihren Luftwaffenstützpunkt in Manas aufgeben müssen und ihre Soldaten das Land verlassen, die Orientierung geht nun in Richtung Rußland und China. Im Juli des aktuellen Kalenderjahres wurde eine vor 20 Jahren unterzeichnete Rahmenvereinbarung zur Zusammenarbeit mit den USA gekündigt, zu sehr hatten die USA versucht, das Land im Sinne ihrer antirussischen Agenda zu nutzen. Da war das Kooperationsangebot der Staaten der Region doch die günstigere Alternative.

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Mittwoch, 02 September 2015 22:24

LGBT-Feindlichkeit in Flüchtlingsheimen

in Politik

Berlin - Einen aufsehererregenden Bericht über sexuelle Minderheiten unter Asylbewerbern liefert uns die Springer-Postille „BZ“, betitelt „Das besondere Leid der homosexuellen Flüchtlinge“. Unter anderem erfahren wir dort: „Homosexuelle und Transsexuelle in Flüchtlingsunterkünften versuchen meist, ihre Neigung zu verstecken. Denn sonst drohen Beleidigungen, Schläge und sexuelle Übergriffe.“

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Redaktion