Felix Alemán

Felix Alemán

Felix Alemán (Jahrgang 1985), Deutsch-Spanier, wurde in Berlin geboren und wuchs in Spanien auf.

Nach dem Abitur schloß er eine kaufmännische Ausbildung in der Fachrichtung Fremdsprachen ab. Seit 2005 wohnt er wieder in Berlin. Seine Interessengebiete beinhalten Sprachen, Filme und Politik. Er schreibt Filmkritiken für einen spanischen Blog.

Für COLPORTAGE befaßt er sich u.a. mit geopolitischen Themen mit dem Schwerpunkt Spanien und Lateinamerika.

Webseite-URL: http://www.colportage.de
Montag, 07 Dezember 2015 22:10

Die Niederlage der Regierung Maduros

in Politik

Barcelona - Am vergangenen Sonntag, dem 6. Dezember 2015 fanden in Venezuela Parlamentswahlen statt. Die Opposition hat bereits im Voraus ihren Triumph angekündigt, und darauf hingewiesen, daß es sich um Wahlfälschung handele, falls die Regierung gewinnen sollte.

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Buenos Aires - Am vorletzten Sonntag, dem 22.11. fanden in Argentinien Präsidentschaftswahlen statt. Der Sieg des US-orientierten Liberalen Mauricio Macri bedeutet den konsequenten Bruch mit der peronistischen Tradition des Landes.
Von 2003 bis jetzt regierten die Kirchners das Land – zuerst der verstorbene Néstor und danach seine Frau Cristina. Die Eheleute Kirchner hielten zumindest theoretisch, wenn auch in der Praxis stark eingeschränkt, das soziale und souveränistische Erbe Perons am Leben. Wie vor ihnen der syrischstämmige Carlos Menem, standen sie an der Spitze der „Partido Justicialista“. „Justicialismo“ war die Bezeichnung, die General Perón seine Bewegung gab und ließe sich etwa als „Gerechtigkeits-ismus“ übersetzen.
Néstor und Cristina Kirchner waren sicher nicht die herausragenden Volksführer vom Range Juan und Eva Peróns, ihre Regierungen wurden nicht zu Unrecht der Korruption bezichtigt. Außenpolitisch gelang es ihnen hingegen, weitgehend die Unabhängigkeit des Landes zu wahren. Keineswegs hat Argentinien blind die Befehle der USA befolgt, wie es in Westeuropa oft der Fall ist; zudem unterhielt es gute Beziehungen zu den souveränsten und fortschrittlichsten Nationen Lateinamerikas, wie dem Venezuela von Hugo Chávez oder Ecuador unter Rafael Correa.

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Buenos Aires - Eine Strategie, welche die Globalisten immer wieder anwenden, ist die, ein Problem zu schaffen und dann selbst die „Lösung“ vorzuschlagen. Dafür gibt es auch in der jüngeren Geschichte Argentiniens ein gutes Beispiel.
Nachdem er 1955 gestürzt wurde, durfte Perón 1972 wieder nach Argentinien zurück. Schon im nächsten Jahr wurde er mit absoluter Mehrheit als Präsident wiedergewählt. In der kurzen zweiten Amtsperiode an der Spitze seines Landes schickte er im Januar 1974 eine argentinische Delegation nach Libyen, um die Beziehungen mit Gaddafis Regierung zu stärken. Oberst Gaddafi, der gleichfalls weder Washington noch Moskau folgte, war seit 1969 an der Macht. Er erklärte, dass Perón, zusammen mit Nasser, sein größtes politisches Vorbild sei. Der libysche Premierminister Abdusalam Jallud sagte damals “General Perón verkörpert die gleiche Philosophie und die gleichen Ideen, die Libyen in der arabischen Welt vertritt“.

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Montag, 09 November 2015 21:12

Der Dritte Weg der Dritten Welt

in Politik

Berlin - Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges konsolidierten sich zwei politisch-wirtschaftliche Blöcke: der kapitalistische, der von den USA dominiert wurde, und der kommunistische, dessen wichtigster Staat die Sowjetunion war. Es gab aber auch eine Reihe von Ländern, die weder das eine, noch das andere System übernehmen wollten. 
Zu den Nationen die ihre Unabhängigkeit und Souveränität betonten und sich keiner der beiden Großmächte unterwarfen, zählten Argentinien in Amerika, Ägypten in Afrika und Indonesien in Asien.

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Dienstag, 27 Oktober 2015 13:56

Spanien, der liberale Staat und die Carlisten

in Politik

Barcelona - Während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbreitete sich in Spanien die aus dem revolutionären Frankreich stammende Ideologie des Liberalismus. Die traditionelle Monarchie und die dezentralisierte Staatsform Spaniens (die immer harmonisch funktioniert hatten) gerieten ins Visier der Liberalen. Jede Region des Landes hatte bisher ihre eigenen Sitten und Gesetze, und trotzdem fühlte man sich als Teil eines Ganzen, Bestandteil einer spanischen Einheit.

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Barcelona - General Francisco Franco regierte Spanien von 1939 (nach Ende des spanischen Bürgerkrieges) bis zu seinem Tod 1975. Obwohl er nach der heutigen politisch korrekten Sicht in Spanien wie auch international allgemein als "Faschist" gilt, war die Ideologie seines Regimes eigentlich der sogenannte "National-Katholizismus", ein reaktionärer und bürgerlicher Klerikalismus, der sich vom revolutionären Nationalsyndikalismus der ursprünglichen Falange weit entfernt hatte, vergleichbar mit Ungarns Miklos Horthy oder Rumäniens Antonescu. Trotzdem aber wurde José Antonio Primo de Rivera dementsprechend vergleichbar mit Ungarns Ferenc Szálasi oder mit Rumäniens Codreanu, der 1936 ermordete Gründer der Falange, zur Ikone des "Movimiento" ("Bewegung", so nannte sich das Franco-Regime) stilisiert, genauso wie Ché Guevara in Castros Kuba.

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Barcelona - Eine der wichtigsten Herrschaftsstrategien der Globalisten ist das alte „teile und herrsche“-Prinzip. Dies war in den neunziger Jahren mit der Zerstörung des jugoslawischen Staates zu sehen (Serben gegen Kroaten, Bosnier gegen Serben, etc.), und das sehen wir heute noch mit den stetigen, gezielt angeheizten Auseinandersetzungen in der arabisch-muslimischen Welt, zwischen Sunniten, Schiiten, Kurden usw.

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Dienstag, 29 September 2015 18:26

Flüchtling, Fußballtrainer… Terrorist?

in Politik
Madrid - Vor einigen Wochen berichteten die Medien über den Fall eines syrischen Flüchtlings, dem eine Reporterin des ungarischen Senders N1TV ein Bein gestellt hat, als er mit seinem achtjährigen Sohn versuchte, die Grenze nach Ungarn zu überqueren.
Der Mann wurde fast so bekannt wie der kleine Aylan, der tragischerweise an der türkischen Küste ums Leben kam. Millionen Fernsehzuschauer hatten Mitleid mit ihm. Die ungarische Journalistin, Petra Lázsló, verlor ihre Arbeit und mußte sich öffentlich entschuldigen, außerdem drohen ihr bis zu sieben Jahre Haft.
 
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Redaktion