Samstag, 12 September 2015 00:12

200 wahabitische Moscheen für Deutschland?

in Politik

Riad - Die reichen Golfstaaten Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, Oman, Kuweit und die Vereinigten Arabischen Emirate weigern sich, Flüchtlinge aus dem kriegsgebeutelten Syrien aufzunehmen. Begründet wird dies unter anderem damit, daß diese „eine andere Kultur“ hätten. Stattdessen hat Saudi-Arabien jetzt den Bau von 200 Moscheen für die Neuankömmlinge in Deutschland angeboten.
Dazu gibt es ein Sammelsurium mehr oder weniger verbundener Stränge und Gesichtspunkte. Angefangen werden könnte damit, daß Saudi-Arabien neben den USA, Israel und der Türkei Hauptverantwortlicher für das Sterben in Syrien ist, indem es wahabitische Fanatiker aus aller Welt bewaffnet und gegen die syrische Armee in den Krieg schickt.

Berlin - Nachdem sie tagelang geschwiegen hatte, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstagabend, sie werde die skandalumwitterte Selektorenliste dem NSA-Ausschuss vorerst nicht vorlegen. Zwar wolle sie zur Aufklärung beitragen, ohne amerikanisches Einverständnis könne sie die Liste jedoch nicht freigeben.

Berlin - Ein trüber Januartag in Berlin-Mitte. Am U-Bahnhof Schwartzkopffstraße steige ich aus, um mir endlich einmal um die neue Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) anzuschauen. Der deutsche Auslandsgeheimdienst hatte ursprünglich seinen Hauptstandort in Pullach im Isartal (Bayern), seit 2003 gibt es eine Zweigstelle in Berlin-Lichterfelde. Ein Beschluß der Bundesregierung, die beiden Standorte bis 2011 in einer neuen Zentrale in Berlin zusammenzufassen, wurde auf Drängen der CSU unter Edmund Stoiber 2006 abgeschwächt, ein Teil der Mitarbeiter soll nun in Bayern verbleiben; im selben Jahr wurde aber mit dem Neubau in Berlin-Mitte begonnen, auf dem Areal des ehemaligen Stadions der Weltjugend. Eine fristgerechte Fertigstellung gab es nicht, 2016 wird derzeit als realistisch betrachtet. Allerdings ist seit vorigem Jahr ein Teil der Büros bezogen, später sollen hier einmal 4000 Mitarbeiter untergebracht sein.

Redaktion