Zürich – Im vierten Teil unserer aktuellen Serie zur Geschichte des musikalischen Untergrunds der 60er und 70er Jahre widmen wir uns zum einen einigen Formationen, welche im weiteren Sinne als Proto-Gothic gelten können bzw. wesentliche Elemente des Gothic bereits vorwegnahmen, zum anderen solchen Gruppen, die früh mit elektronischen Elementen experimentierten.

Zürich - Gemeinhin sind die Protagonisten eines großen Teils der hier behandelten Musik als „Hippies“ bekannt, deren Forderungen in den „rechten“ Kreisen oft nicht gern gesehen sind. Vielfach gab es Gruppen unter ihnen, die eine der bereits beschriebenen Stilrichtungen gewählt hatten, um damit Protestsongs zu erzeugen, z.B. gegen den Vietnamkrieg oder um Lebensformen zu vermitteln, die sich der bürgerlichen Gesellschaft entzogen. Weniger bekannt dagegen ist die Tatsache, dass die „Hippies“ sich von den „Hippstern“ des vorangegangenen Jahrzehnts inspirieren ließen, welche ihrerseits eine amerikanische Version der europäischen Bohemiens waren. Bereits die Beatgeneration der 1950er Jahre beschäftigte sich, wie danach die Hippies, mit dem Experimentieren mit psychedelischen Substanzen, verschiedenen Religionen, der Verneinung des Materialismus oder der sexuellen Befreiung.

Zürich - Innerhalb der Zeit des Folkrevivals findet man nicht nur Musiker, die mit finsteren Klängen ihrer inneren Dunkelheit Ausdruck gaben, sondern auch einzelne traurige Lieder, die fast von allen namhaften Größen des Folk interpretiert wurden und sogar ihren Weg zur Rockmusik fanden. Dabei sind es Lieder, die entweder neu komponiert wurden und ihre Verbreitung erst in dieser Zeit fanden, oder es ist weit älteres Liedgut, das von vielen Künstlern wieder aufgegriffen wurde. Nachfolgend sollen vier Lieder im Vordergrund stehen, wobei die ersten drei aus dem englischen Sprachraum stammen und das letzte aus dem französischen.

Basel - So wie einst die psychodelische Musik nach Europa übergeschwappt ist, so hat auch die Minimal Music ihren Weg auf den alten Kontinent gefunden. Hier sind es insbesondere Komponisten, die durch Beiträge zu Filmen größere Bekanntheit erlangt haben, von denen man aber meist nicht weiß, dass sie Teil der Minimal Music sind. Andererseits gibt es Stücke, wie beispielsweise das Canto Ostinato von Simeon ten Holt, das wegen seiner markanten Schönheit zu einem sehr oft gespielten Stück in Holland wurde und hier nun als erstes europäisches Beispiel dienen soll:

Redaktion