Berlin - Nach der Hinrichtung des schiitischen Gelehrten und Bürgerrechtlers Scheich Nimr al-Nimr am 2. Januar hatte die iranische Regierung hatte scharf protestiert, wütende Demonstranten hatten in Teheran die saudische Botschaft angegriffen und in Brand gesetzt und der Teheraner Stadtrat später die Straße, in welcher sich die saudische Botschaft befindet, nach dem prominenten Exekutionsopfer umbenannt.

Donnerstag, 26 November 2015 18:04

Flugabwehrraketen für Teheran

in Politik

Moskau - Am 9. November hatte Rußland bereits die Unterzeichnung des Vertrages über die Lieferung der S-300 Flugabwehrraketensysteme an den Iran bekanntgegeben. Allerdings sei der Iran daran interessiert, sämtliche Arten russischer Waffen zu erstehen, wie nun die russische Seite verlautbaren ließen.
Vladimir Kozhin, Präsidentenberater für militärisch-technische Zusammenarbeit, äußerte sich am Mittwoch diesbezüglich gegenüber der TASS: „Die iranische Seite ist an militärisch-technischer Zusammenarbeit sehr interessiert. Bislang haben wir einen Vertrag unterzeichnet, der angekündigt wurde (über die Lieferung des S-300 Systems). Sie interessieren sich für das ganze Spektrum unserer Waffen, denn sie haben eine große Armee, doch wegen der Sanktionen hatten sie seit langem keine Aktualisierung: in der Luftwaffe, Marine und bei den Bodentruppen.“

Jerusalem - Mit einer wahrlich mächtigen Keule hieb der frisch wiedergewählte israelische Premier Benjamin Netanjahu am letzten Sonntag zur Kabinettssitzung um sich. Anlaß war die möglicherweise anstehende Einigung der USA mit dem Iran hinsichtlich dessen Nuklearprogramms. Nach dem Verweis auf die seiner Ansicht nach als Stellvertreter des Iran agierenden Huthi im Jemen führte er aus: „Nach der Achse Beirut-Damaskus-Bagdad, führt der Iran eine Zangenbewegung vom Süden her aus, um den ganzen Nahen Osten zu übernehmen und zu besetzen. Die Iran-Lausanne-Jemen-Achse ist sehr gefährlich für die Menschheit und muß gestoppt werden.“

Aden - Nach den verheerenden Bombenanschlägen auf eine Moschee in Sanaa am Freitag haben die USA nun am Sonnabend sämtliches Personal aus dem Jemen abgezogen. „Wegen der sich verschlechternden Sicherheitslage im Jemen hat die US-Regierung vorübergehend ihr verbleibendes Personal aus dem Jemen verlagert" hieß es in einer Stellungnahme von Jeff Rathke, einem Sprecher des US State Department.

Berlin - Zum Abschluß seines Besuchs in Neu-Delhi gab US-Präsident Barack Obama dem indischstämmigen Journalisten Fareed Zakaria ein Interview zu diversen vorrangig geopolitischen Fragen für seine wöchentliche Sendung „Fareed Zakaria GPS“ auf CNN.
In einem Rundumschlag äußerte er sich unter anderem über seine Beziehungen zu Saudi-Arabien, über Chinas Besorgnis bezüglich der verstärkten Beziehungen zwischen den USA und Indien, kritisierte China für seine Politik gegenüber Vietnam und den Philippinen hinsichtlich der Spratly-Inseln und sprach über das Verhältnis der USA zum Iran und zu Israel unter Benjamin Netanjahu.

Redaktion