Donnerstag, 29 Oktober 2015 20:23

Zu Besuch bei der „Wahabia Mossul“

in Politik

Mossul - Die alte nordirakische Universitätsstadt Mossul liegt in malerischer Umgebung am Ufer des Tigris. In ihrer Umgebung gibt es bedeutende Ölfelder, auch historisch ist die Stadt von einigem Rang. Zudem gibt es dort seit 1967 eine staatliche Universität. Allerdings wurde alles anders, als der „Islamische Staat“ Mitte 2014 die Stadt einnahm. Wer sich nicht zum sunnitischen Islam bekannte, wurde vertrieben oder getötet, das Wirtschaftsleben kam zum Erliegen, die Universität stellte den Lehrbetrieb ein.

Freitag, 25 September 2015 17:40

Israel, Russland und der Konflikt um Syrien

in Politik

Jerusalem - Die Beziehung Russlands unter Putin zu Israel ist facettenreich und nicht in ein einfaches Freund-Feind-Schema zu packen. Russlands Hauptinteresse in der Region heißt wirtschaftliche Zusammenarbeit, was Stabilität erfordert. Dem Interesse an Stabilität folgt die jeweilige Positionierung in den regionalen Konflikten. Das zeigt auch Wladimir Putins jüngstes Treffen mit Israels Premier Benjamin Netanjahu.

Mittwoch, 02 September 2015 22:24

LGBT-Feindlichkeit in Flüchtlingsheimen

in Politik

Berlin - Einen aufsehererregenden Bericht über sexuelle Minderheiten unter Asylbewerbern liefert uns die Springer-Postille „BZ“, betitelt „Das besondere Leid der homosexuellen Flüchtlinge“. Unter anderem erfahren wir dort: „Homosexuelle und Transsexuelle in Flüchtlingsunterkünften versuchen meist, ihre Neigung zu verstecken. Denn sonst drohen Beleidigungen, Schläge und sexuelle Übergriffe.“

Donnerstag, 25 Juni 2015 16:44

Daesh, deine Transen

Berlin - Ein Blick aus dem Fenster des obersten Stockwerks des COLPORTAGE-eigenen Redaktionswolkenkratzers läßt den Redakteur in einen Zustand höchster Verwunderung geraten: wo ist nur der Vogel, der sonst am Himmel seine Kreise zog? Ein Blick auf die englische Nachrichtenseite Daily Mail, und das Rätsel ist gelöst: er wurde abgeschossen.

Bagdad - Der schiitischen Regierung des Irak dürfte kaum entgangen sein, daß die USA sie zwar einmal nützlich fanden, als es darum ging, nach dem Sturz Saddam Husseins ein gewisses Maß an Reststaatlichkeit zu bewahren, sich jedoch die geopolitischen Prämissen in den letzten Jahren deutlich verschoben haben. Nach dem Sturz der laizistischen arabischen Nationalisten Saddam Hussein und Muammar Ghaddafi stehen neben dem Syrien Bashar al-Assads vor allem die schiitischen Kräfte der beabsichtigten Neuordnung des Nahen Ostens im Weg, auch wenn sie vorher ihre Rolle an der Seite der USA gespielt haben.

Dienstag, 26 Mai 2015 13:35

Rückeroberung Palmyras anvisiert

in Politik

Damaskus - Am Mittwoch, dem 20.5., hatte der „Islamische Staat des Irak und der Levante“ (ISIL) die durch ihre altrömischen Ruinen berühmte Stadt Palmyra (arabisch „Tadmur“) in der syrischen Provinz Homs eingenommen. Nach Angaben des syrischen Staatsfernsehens soll die Gruppe seither etwa 400 Zivilisten, darunter mehrheitlich Frauen und Kinder, getötet haben, zudem sollen zahllose Zivilisten zu unbekannten Zielen verschleppt worden sein. Anderen Darstellungen, etwa dem Syrien feindlichen, in Katar ansässigen Sender Al Jazeera zufolge, soll es sich bei den Toten hauptsächlich um Angehörige der syrischen Armee und staatstreuer Milizen handeln.

Berlin - Scheich William Henry Abdullah Quilliam (1856-1932) war ein britischer Anwalt und Autor, der 1887 zum Islam konvertierte und seinerzeit die erste Moschee Großbritanniens in Liverpool errichtete. Auf ihn bezieht sich die Quilliam Foundation, welche 2008 in London von Aussteigern aus der radikalislamistischen Szene gegründet wurde. Sie versteht sich als anti-islamistische Denkfabrik; interessant ist insbesondere der Ansatz, die Ideologien des Islamismus und Dschihadismus aus den heiligen Schriften des Islam selbst heraus als theologisch nicht gerechtfertigte Abweichungen zu diskreditieren und diese Gedanken auch unter Muslimen weltweit zu verbreiten.

Berlin - Am Dienstag hatte der sogenannte Islamische Staat (IS) ein Video veröffentlicht, in welchem die Hinrichtung des jordanischen Kampfpilot Maas al-Kassasbeh zu sehen ist. Der 26-jährige war im Dezember gefangen genommen worden und wurde nun in einem Käfig bei lebendigem Leib verbrannt. Sein Schicksal steht in engem Zusammenhang mit dem des kürzlich enthaupteten japanischen Journalisten Kenji Goto. Der IS hatte für die Freilassung der beiden Gefangenen die Freilassung der irakischen IS-Kämpferin Sajida al-Rishawi gefordert. Diese war für ihre führende Rolle bei einer Reihe von Anschlägen gegen eine Hotelkette in der jordanischen Hauptstadt Amman zum Tode verurteilt worden, 60 Menschen hatten bei diesen ihr Leben verloren. Nach der Tötung al-Kassasbehs hatte Jordanien sie und Ziyad Karboli, einen Al-Kaida zugehörigen Dschihadisten, welcher 2008 für die Tötung eines jordanischen Staatsbürgers verurteilt worden war, hinrichten lassen.

Redaktion