Beirut – der Islamische Staat des Iraks und der Levante (ISIL) hat am Sonnabend über seinen offiziellen Telegram-Account ein Video veröffentlicht, in welchem er verspricht, die schweren Verluste zu rächen, welche die Hisbollah und die Libanesischen Streitkräfte ihm dieses Wochenende im Ba'albak-Hochland zugefügt haben.

Berlin - Im Stellvertreterkrieg in Syrien hat sich das Blatt seit dem auf Wunsch von Damaskus erfolgten Eingreifen Rußlands deutlich zu Gunsten der syrischen Regierungstruppen und ihrer Verbündeten gewendet, während der „Islamische Staat“ und die übrigen, für gewöhnlich als „moderate Rebellen“ gehandelten, terroristischen Gruppen zusehends Gebiete verlieren. Angesichts dieser Entwicklung neigen die regionalen Gegner der syrischen Regierung immer mehr zum Einsatz von Bodentruppen, unter dem Deckmantel der US-geführten „Anti-IS-Koalition“.

Mossul - Jakob Augstein, Chefredakteur der Wochenzeitung „Der Freitag“ und Träger des „Bert-Donnepp-Preises“, schrieb auf „Spiegel Online“ die gandhischen Worte: „Als Deutschland und Schweden im Sommer damit begannen, große Zahlen muslimischer Flüchtlinge aufzunehmen, hatte das historische Bedeutung: Es war ein Werk der tätigen Versöhnung zwischen Orient und Okzident. Nie hat der Westen dem Islamismus eine größere Niederlage beigebracht als in dem Moment, da er den unter Krieg und Terror leidenden Muslimen Schutz gewährte. Man kann sich vorstellen, dass die Schergen des IS von diesem entwaffnenden Akt der Selbstlosigkeit schockiert waren.“

Samstag, 12 September 2015 00:12

200 wahabitische Moscheen für Deutschland?

in Politik

Riad - Die reichen Golfstaaten Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, Oman, Kuweit und die Vereinigten Arabischen Emirate weigern sich, Flüchtlinge aus dem kriegsgebeutelten Syrien aufzunehmen. Begründet wird dies unter anderem damit, daß diese „eine andere Kultur“ hätten. Stattdessen hat Saudi-Arabien jetzt den Bau von 200 Moscheen für die Neuankömmlinge in Deutschland angeboten.
Dazu gibt es ein Sammelsurium mehr oder weniger verbundener Stränge und Gesichtspunkte. Angefangen werden könnte damit, daß Saudi-Arabien neben den USA, Israel und der Türkei Hauptverantwortlicher für das Sterben in Syrien ist, indem es wahabitische Fanatiker aus aller Welt bewaffnet und gegen die syrische Armee in den Krieg schickt.

Donnerstag, 25 Juni 2015 16:44

Daesh, deine Transen

Berlin - Ein Blick aus dem Fenster des obersten Stockwerks des COLPORTAGE-eigenen Redaktionswolkenkratzers läßt den Redakteur in einen Zustand höchster Verwunderung geraten: wo ist nur der Vogel, der sonst am Himmel seine Kreise zog? Ein Blick auf die englische Nachrichtenseite Daily Mail, und das Rätsel ist gelöst: er wurde abgeschossen.

Berlin - Am Dienstag hatte der sogenannte Islamische Staat (IS) ein Video veröffentlicht, in welchem die Hinrichtung des jordanischen Kampfpilot Maas al-Kassasbeh zu sehen ist. Der 26-jährige war im Dezember gefangen genommen worden und wurde nun in einem Käfig bei lebendigem Leib verbrannt. Sein Schicksal steht in engem Zusammenhang mit dem des kürzlich enthaupteten japanischen Journalisten Kenji Goto. Der IS hatte für die Freilassung der beiden Gefangenen die Freilassung der irakischen IS-Kämpferin Sajida al-Rishawi gefordert. Diese war für ihre führende Rolle bei einer Reihe von Anschlägen gegen eine Hotelkette in der jordanischen Hauptstadt Amman zum Tode verurteilt worden, 60 Menschen hatten bei diesen ihr Leben verloren. Nach der Tötung al-Kassasbehs hatte Jordanien sie und Ziyad Karboli, einen Al-Kaida zugehörigen Dschihadisten, welcher 2008 für die Tötung eines jordanischen Staatsbürgers verurteilt worden war, hinrichten lassen.

Redaktion