Donnerstag, 17 März 2016 12:24

Schwere Niederlage für Saudis in Taiz

in Politik

Taiz – Die Saudi-geführte Koalition und ihre Söldner haben am Montag einen umfangreichen Angriff in der Provinzhauptstadt des Gouvernements Taiz gestartet, Ziel waren die Verteidigungsanlagen der Huthis im westlichen Sektor dieser großen Stadt im Südwesten des Jemen.

Jerusalem - Mit einer wahrlich mächtigen Keule hieb der frisch wiedergewählte israelische Premier Benjamin Netanjahu am letzten Sonntag zur Kabinettssitzung um sich. Anlaß war die möglicherweise anstehende Einigung der USA mit dem Iran hinsichtlich dessen Nuklearprogramms. Nach dem Verweis auf die seiner Ansicht nach als Stellvertreter des Iran agierenden Huthi im Jemen führte er aus: „Nach der Achse Beirut-Damaskus-Bagdad, führt der Iran eine Zangenbewegung vom Süden her aus, um den ganzen Nahen Osten zu übernehmen und zu besetzen. Die Iran-Lausanne-Jemen-Achse ist sehr gefährlich für die Menschheit und muß gestoppt werden.“

Aden - Neuer Tag, neuer Krieg, muß es mittlerweile leider fast heißen. Der Nahe Osten kommt nicht zur Ruhe. Am Mittwoch hat Saudi-Arabien begonnen, mit Luftschlägen gegen die schiitischen Huthi-Rebellen im Nordjemen vorzugehen. Dies gab Adel bin Achmed Al-Jubeir, der saudische Botschafter in den USA, bekannt. Gestützt werden dabei die jemenitischen Verbündeten der Saudis, der im Februar durch die Huthi gestürzte und mittlerweile von der südlichen Hafenstadt Aden aus agierende Ex-Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi und diverse eher radikale sunnitische Milizen, welche zum großen Teil Al-Kaida nahestehen dürften. Dennoch veröffentlichten Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Bahrain und Kuweit eine gemeinsame Erklärung, nach welcher sie beschlossen hätten, „die Huthi-Milizen, Al-Kaida und ISIS im Land zurückzudrängen“. Es darf angenommen werden, daß Al-Kaida und ISIS hier eher als Schminke dienen, um die Angriffe gegen die Huthis besser zu verkaufen.

Aden - Nach den verheerenden Bombenanschlägen auf eine Moschee in Sanaa am Freitag haben die USA nun am Sonnabend sämtliches Personal aus dem Jemen abgezogen. „Wegen der sich verschlechternden Sicherheitslage im Jemen hat die US-Regierung vorübergehend ihr verbleibendes Personal aus dem Jemen verlagert" hieß es in einer Stellungnahme von Jeff Rathke, einem Sprecher des US State Department.

Sanaa - Am Freitag haben im Jemen die schiitischen Huthi-Rebellen die Macht an sich gerissen und das Parlament aufgelöst, berichtete der Nachrichtensender al-Arabiya aus Dubai. Sie verkündeten die Einsetzung eines „nationalen Übergangsrates“ als vorläufiger neuer Regierung  sowie eines „obersten Revolutionskommittees“, welches seinerseits lokale Kommittees ernennen soll, um Angelegenheiten der verschiedenen Provinzen zu regeln. Einen eigenen Verfassungsentwurf sollen die Huthis bereits vorzuliegen haben.

Redaktion