Montag, 02 November 2015 20:43

Jugendstil - Die große Utopie

Hamburg - Das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg stellt vom 17.Juni 2015 bis 7.Februar 2016 unterschiedlichste Werke, unter dem Namen „Jugendstil. Die große Utopie“, aus. Eine Besuchsaufforderung. 
Die Kunstszene in Deutschland und in Europa befindet sich seit Jahren in einer hausgemachten Krise. Damals neuartige, lebenserhellende Kunstbewegungen wie der „Jugendstil“ sind in unseren jetztzeitigen Breitengraden nicht mehr aufzuspüren. Die Postmoderne hat unseren Willen und unsere künstlerische Prägekraft fest im Griff. Internet und das sogenannte Web 2.0 sorgen für eine gewisse Mittelbarkeit der Wahrnehmungsfähigkeit und so bleibt oftmals nur noch ein melancholischer Blick zurück, da uns zeitlosen, aus der Welt geworfenen Menschen, nur noch dieses als bewusst machender Kunstzugang erscheint. Der Jugendstil als formende Kunstepoche bietet sich für solcherlei Vorhaben trefflich an, da gerade diese wachrüttelnde Zeit uns auch heutzutage einiges mitzuteilen hat - mitunter mit einer verblüffenden gesellschaftlichen Analogie.

 

Berlin - 1905 bereits war der Komponist Arno Rentsch (1870-1942) nach Woltersdorf-Schönblick, südöstlich von Berlin, gezogen, wo er in der Köpenicker Straße 45 ein kleines Fachwerkhaus mit einer hübschen Fledermausgaube errichtete. Er heiratete die Konzertsängerin Elsa Langer-Howard, und beide konnten den seit 1900 mit seiner Frau, geboren als Elsa Knorr, im nahegelegenen Friedrichshagen wohnhaften Maler Fidus 1906 überzeugen, sich auf dem Nachbargrundstück in der Nummer 46 niederzulassen. Fidus, Jahrgang 1868, eigentlich Hugo Höppener, war mit seiner Mischung aus Jugendstil und heidnisch-esoterischen Ansätzen seinerzeit einer der erfolgreichsten deutschen Maler.

Freitag, 27 März 2015 22:53

Ludwig Fahrenkrogs „Lucifer“

Berlin - „Am Anfang aller Kunst steht der Mensch - nicht der Künstler - d.i. die reiche, überreiche, empfindsame Seele, sucht nach einem Ausdruck, um ihre Überfülle in die Schwesterseele zu tragen. Gelingt ihr das, dann wird auch wohl die Form gut sein, d.i. der inneren Gesetzmäßigkeit des Erlebens entsprechend - mehr, sie wird als Selbstverständlichkeit mit dem intuitiven Leben geboren sein - und so wird die Seele  n u r  s i c h  geben, und  m e h r kann sie wirklich nicht. Man müßte wohl einmal der Seele das Recht zugestehen: zu sein, wie sie ist, und: sich zu geben, wie sie ist.

Redaktion