Berlin - John und Sandy Harper können es immer noch nicht fassen. Das Ehepaar aus Colorado war vor einigen Tagen nach Leipzig gereist, um die rückständigen Eingeborenen dieser Stadt in der erst 1990 von den Russen übernommenen Kolonie einmal aus nächster Nähe betrachten zu können. Sie kamen gerade aus einer der 267 jüngst mit Farbbeuteln beworfenen lokalen Burger King-Filialen, wo sie gespeist hatten, um ihren übergewichtigen Sohn Tyrell preiswert satt zu bekommen, als Sandy eine Faust ins Gesicht bekam. „Verschwindet, Ihr amerikanischen Schweine! Wir wollen Euch hier nicht!“ rief der sächsisch wirkende Täter. Dann rannte er weg, nicht ohne vorher Tyrell mit einem Teppichmesser ein Ohr angeritzt zu haben.
Die Touristen riefen die Polizei, diese kam erst nach fünf Stunden und lachte die Harpers nur aus „Selbst schuld, wenn man ein Ami ist. Wir im Osten wollen euch hier nicht.“ Erst als sich John Harper telefonisch an das US-Konsulat in Berlin wandte, und darauf Kripo-Beamte aus der Hauptstadt den Fall übernahmen, fanden sie Unterstützung und konnten schließlich den Täter in seiner Wohnung ausfindig machen.

Redaktion