Basel - Im Wirbel der industriellen Innovationen und der Reizüberflutung der technisierten Gesellschaft wurde in den USA der 1960er Jahre eine Kunst erschaffen, die sich mit ihrer Schlichtheit, ihrer Klarheit, ihrer Logik und ihrer Objektivität abwendete von den abstrakten Auswüchsen des damaligen Expressionismus. So wie der Minimalismus in der Kunst, der Bildhauerei und der Architektur Einzug fand, so gab und gibt es auch Musiker, die das Stilmittel des Minimalismus in die Klangkunst übernommen haben. In den nachfolgenden zwei Artikeln soll dem konservativen oder reaktionären Musikliebhaber und Flüchtling in ästhetisch verträumte Sphären Einlass geboten werden in eine Welt, die er vielleicht nie betreten würde, weil er sie als „modern“ abgekanzelt hat. Doch muss er sich nur folgende Worte Dávilas vor Augen führen, um zu verstehen, was er hier vor sich hat: „Die Kunst ist das gefährlichste reaktionäre Ferment in einer demokratischen, industriellen und fortschrittlichen Gesellschaft.“ Als Einleitung ins Thema, soll hier nun ein Musikstück einer Vorläuferfigur der Minimal Music folgen. So hat schon vor über hundert Jahren der Franzose Erik Satie als Wegbereiter dieser Gattung der Neuen Musik gewirkt, von dem hier nun eines seiner bekanntesten Werke folgt:

Redaktion