Zürich - Diese Artikelreihe soll der Leserschaft Einblick geben in eine für sie eventuell fremde Welt, die gerne als „Gegenkultur“ betitelt wird. Dabei liegt der Fokus hier im musikalischen Bereich und könnte Personen, die gerne Rock, elektronische Musik oder Folk hören, in ihren Bann ziehen. Die Reihe sei insbesondere all jenen Liebhabern von Neofolk ans Herz gelegt, die zu „rechts“ sind, um Musik zu hören, die von vermeintlich „linken“ Personen produziert wurde. Die Frage, warum genau nun auch diese Gruppe trotzdem weiterlesen soll, ist ganz einfach zu beantworten: weil innerhalb dieser Kultur auch auf subtile Weise die Romantik ihre Wiedergeburt feiern konnte. Nach Dávila „drückt“ „die Romantik“ im Wesentlichen das Verlangen aus, nicht hier zu sein: hier an diesem Ort, hier in diesem Jahrhundert, hier in dieser Welt.“ Weiter sagt er, „die Romantik“ sei „das jugendliche Stammeln der Reaktion, die Reaktion ist die reife Diktion der Romantik“. Um nun zu belegen, dass die Gegenkultur nicht bloß einfach negativ war, sondern stellenweise „reaktionäre“ Träume erstrebte, wird mit den nächsten Artikeln eine musikhistorische Reise unternommen, die darum insbesondere für Neofolk-Hörer interessant sein dürfte, da wir hier in eine Kultur blicken, welche stark von Folkmusik geprägt wurde. Im Weiteren soll auch erwähnt werden, dass heute noch Gruppen existieren wie z.B. Changes, die aktiv an der Neofolk-Kultur teilnehmen, aber sich schon damals betätigten oder junge Künstler dieser Szene wie In Gowan Ring, die sich an der damaligen Musik orientieren.

Berlin - Nach einer langen Wartezeit meldet sich die bereits seit Ende der 1980er Jahre aktive Post-Industrial-Legende Allerseelen mit einem bemerkenswerten neuen Album namens „Terra Incognita" zurück. COLPORTAGE hat das Werk zur Besprechung erhalten.

Redaktion