Tel Aviv - Vertreibung ist ein weltweites Phänomen. In Deutschland werden immer mehr Einheimische zu Binnenflüchtlingen, weil große Teile der Städte für diese zu gefährlichem Gebiet werden, wo anstelle des Rechtsstaates die Gesetze der Zuwanderer herrschen. Auch das Phänomen der Kündigung von Wohnungen zur Unterbringung von Vertretern der als „Flüchtlinge“ bezeichneten Personengruppe ist dem Phänomen der Vertreibung zuzurechnen. Weiterhin vertrieben wird aber auch in Palästina, und nach einigen Irritationen wurde die Allianz von fanatischen Siedlern und israelischer Regierung erneut bekräftigt.

Freitag, 18 September 2015 16:27

Reykjavík unterstützt Palästina

in Politik

Reykjavik - Islands Hauptstadt Reykjavík hat auf eine links-grüne Initiative den Beschluß gefaßt, sämtliche in Israel hergestellten Produkte zu boykottieren. Begründet wird dies mit der anhaltenden illegalen Besetzung der palästinensischen Territorien. Für die weltweite Kampagne „Boycott Divestment Sanctions“ (BDS) gegen Israel ist dies ein gewaltiger Erfolg, Israel zeigt sich indes weniger amüsiert.
Die Gemeinde setzt sich bereits seit langem für die faktische und gesetzliche Errichtung eines souveränen und lebensfähigen Palästinenserstaates ein. Mitglieder des Reykjavíker Stadtrates erklärten, die Maßnahme habe symbolische und praktische Bedeutung, mit dem Ziel, „Rassismus und Apartheid“ Israels ein Ende zu setzen.

Mittwoch, 09 September 2015 04:49

SodaStream schließt Fabrik in der Westbank

in Politik

Tel Aviv - Soda Stream, der israelische Trinkwassersprudlerhersteller mit Hauptsitz in Tel Aviv, hat am Sonntag angekündigt, daß seine Produktionsstätte im Westjordanland in zwei Wochen geschlossen würde. Öffentlich erwogen hatte Firmenchef David Birnbaum eine mögliche Schließung bereits im August 2014, im Oktober wurde dann die geplante Verlegung ins südliche Israel bekanntgegeben. 
Angeführt wurden vorrangig finanzielle Gründe, allerdings dürfte auch eine langjährige Boykottkampagne eine Rolle gespielt haben. In der Firma waren sowohl Juden als auch Palästinenser beschäftigt. Die Kritik richtete sich hier allerdings weniger gegen die konkreten Produktionsbedingungen, als vielmehr gegen den Standort in den besetzten Gebieten als solchem, insbesondere, daß die dort hergestellten Produkte als „Made in Israel“ deklariert wurden.

 

Berlin - Es kann als kleine Sensation betrachtet werden. Eine Praxis, welche bei der Behandlung der Palästinenser durch den Staat Israel gang und gäbe ist, wurde erstmals gegen einen jüdischen Extremisten eingesetzt: die sogenannte „administrative Verwahrung“.

Redaktion