Buenos Aires - Eine Strategie, welche die Globalisten immer wieder anwenden, ist die, ein Problem zu schaffen und dann selbst die „Lösung“ vorzuschlagen. Dafür gibt es auch in der jüngeren Geschichte Argentiniens ein gutes Beispiel.
Nachdem er 1955 gestürzt wurde, durfte Perón 1972 wieder nach Argentinien zurück. Schon im nächsten Jahr wurde er mit absoluter Mehrheit als Präsident wiedergewählt. In der kurzen zweiten Amtsperiode an der Spitze seines Landes schickte er im Januar 1974 eine argentinische Delegation nach Libyen, um die Beziehungen mit Gaddafis Regierung zu stärken. Oberst Gaddafi, der gleichfalls weder Washington noch Moskau folgte, war seit 1969 an der Macht. Er erklärte, dass Perón, zusammen mit Nasser, sein größtes politisches Vorbild sei. Der libysche Premierminister Abdusalam Jallud sagte damals “General Perón verkörpert die gleiche Philosophie und die gleichen Ideen, die Libyen in der arabischen Welt vertritt“.

Montag, 09 November 2015 21:12

Der Dritte Weg der Dritten Welt

in Politik

Berlin - Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges konsolidierten sich zwei politisch-wirtschaftliche Blöcke: der kapitalistische, der von den USA dominiert wurde, und der kommunistische, dessen wichtigster Staat die Sowjetunion war. Es gab aber auch eine Reihe von Ländern, die weder das eine, noch das andere System übernehmen wollten. 
Zu den Nationen die ihre Unabhängigkeit und Souveränität betonten und sich keiner der beiden Großmächte unterwarfen, zählten Argentinien in Amerika, Ägypten in Afrika und Indonesien in Asien.

Barcelona - General Francisco Franco regierte Spanien von 1939 (nach Ende des spanischen Bürgerkrieges) bis zu seinem Tod 1975. Obwohl er nach der heutigen politisch korrekten Sicht in Spanien wie auch international allgemein als "Faschist" gilt, war die Ideologie seines Regimes eigentlich der sogenannte "National-Katholizismus", ein reaktionärer und bürgerlicher Klerikalismus, der sich vom revolutionären Nationalsyndikalismus der ursprünglichen Falange weit entfernt hatte, vergleichbar mit Ungarns Miklos Horthy oder Rumäniens Antonescu. Trotzdem aber wurde José Antonio Primo de Rivera dementsprechend vergleichbar mit Ungarns Ferenc Szálasi oder mit Rumäniens Codreanu, der 1936 ermordete Gründer der Falange, zur Ikone des "Movimiento" ("Bewegung", so nannte sich das Franco-Regime) stilisiert, genauso wie Ché Guevara in Castros Kuba.

Redaktion