Donnerstag, 17 März 2016 12:24

Schwere Niederlage für Saudis in Taiz

in Politik

Taiz – Die Saudi-geführte Koalition und ihre Söldner haben am Montag einen umfangreichen Angriff in der Provinzhauptstadt des Gouvernements Taiz gestartet, Ziel waren die Verteidigungsanlagen der Huthis im westlichen Sektor dieser großen Stadt im Südwesten des Jemen.

Berlin - Im Stellvertreterkrieg in Syrien hat sich das Blatt seit dem auf Wunsch von Damaskus erfolgten Eingreifen Rußlands deutlich zu Gunsten der syrischen Regierungstruppen und ihrer Verbündeten gewendet, während der „Islamische Staat“ und die übrigen, für gewöhnlich als „moderate Rebellen“ gehandelten, terroristischen Gruppen zusehends Gebiete verlieren. Angesichts dieser Entwicklung neigen die regionalen Gegner der syrischen Regierung immer mehr zum Einsatz von Bodentruppen, unter dem Deckmantel der US-geführten „Anti-IS-Koalition“.

Berlin - Nach der Hinrichtung des schiitischen Gelehrten und Bürgerrechtlers Scheich Nimr al-Nimr am 2. Januar hatte die iranische Regierung hatte scharf protestiert, wütende Demonstranten hatten in Teheran die saudische Botschaft angegriffen und in Brand gesetzt und der Teheraner Stadtrat später die Straße, in welcher sich die saudische Botschaft befindet, nach dem prominenten Exekutionsopfer umbenannt.

Riad - Saudi-Arabien, aktuell Vorsitzender einer Expertengruppe des UN-Menschenrechtsrates und besonders eifriger Ankläger des syrischen Staates wegen dessen Vorgehens gegen vorwiegend ausländisch gesteuerte islamistische Terrorgruppen, begann das Jahr mit einem Paukenschlag in Sachen Humanität.

Mittwoch, 25 November 2015 01:56

Verkabelung des Roten Meeres

in Politik

Kairo - Ägypten und Saudi-Arabien weiten ihre Kooperation im Energiesektor aus. Ein Vorhaben, welches die Elektrizitätsnetze der beiden Staaten verbindet, soll 2018 seinen Abschluß finden.
Die Gesamtkosten für das Projekt werden mit rund 1,6 Milliarden Dollar veranschlagt, der ägyptische Anteil dabei soll 600 Millionen Dollar betragen. Die Mittel kommen aus verschiedenen Quellen, namentlich dem „Kuwaiti Fond für Arabische Ökonomische Entwicklung“ (KFAED), dem „Arabischen Fond für Ökonomische und Soziale Entwicklung“, der „Islamischen Entwicklungsbank“ (IDB) und der „Ägyptischen Elektrizitätsübertragungsgesellschaft“.

 

Samstag, 12 September 2015 00:12

200 wahabitische Moscheen für Deutschland?

in Politik

Riad - Die reichen Golfstaaten Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, Oman, Kuweit und die Vereinigten Arabischen Emirate weigern sich, Flüchtlinge aus dem kriegsgebeutelten Syrien aufzunehmen. Begründet wird dies unter anderem damit, daß diese „eine andere Kultur“ hätten. Stattdessen hat Saudi-Arabien jetzt den Bau von 200 Moscheen für die Neuankömmlinge in Deutschland angeboten.
Dazu gibt es ein Sammelsurium mehr oder weniger verbundener Stränge und Gesichtspunkte. Angefangen werden könnte damit, daß Saudi-Arabien neben den USA, Israel und der Türkei Hauptverantwortlicher für das Sterben in Syrien ist, indem es wahabitische Fanatiker aus aller Welt bewaffnet und gegen die syrische Armee in den Krieg schickt.

Sonntag, 23 August 2015 21:58

Tugendwächter und Todeshändler

in Politik

Berlin - Eins vorweg: nichts in diesem Artikel ist neu. Es geht um Dinge, die schon gesagt wurden - die aber immer und immer wieder gesagt werden müssen. Letztlich vor allem darum, daß Gutmenschen nicht auch gute Menschen sind und darum, daß man, wenn der Teufel den Zeigefinger erhebt, besser kraftvoll hineinbeißen sollte, als sich von dem alten Höllenfürsten schulmeistern zu lassen.

Samstag, 18 Juli 2015 21:21

Die Weisheit des Marcel Rohrlack

Berlin - Die Grüne Jugend wurde unter anderem dadurch bekannt, daß sie Inzucht zwischen Geschwistern straffrei stellen möchte. Marcel Rohrlack, der Sprecher von deren Münchener Abteilung, gab anläßlich des letzten Christopher Street Day die Marschroute vor: „Der CSD in München ist eine wichtige Demonstration der Sichtbarkeit von LGBTI. Wir gehen aber nicht nur auf die Straße um uns gegen Homo-, Trans- und Biphobie überall auszusprechen, denn der CSD ist auch eine große Feier der Weltoffenheit und des queeren Selbstbewusstseins.“

Teheran - Bis 1934 hatte die Provinz Nadschran zum Jemen gehört, dann wurde sie von Saudi-Arabien annektiert. Seither sind die Spannungen mit der Saudischen Regierung nicht abgerissen. Die Mehrheit der Einwohner gehört der schiitischen Strömung der Ismailiten an und fühlt sich von der Regierung unterdrückt, in letzter Zeit sollen Hungersnöte herrschen. Nun sollen sich die Stammesführer von Nadschran offen gegen Riad stellen.

Kairo - In Ägypten wurde die extremistische Sunnitenorganisation Ansar Bayt al-Maqdis (ABM) erneut gerichtlich als terroristische Vereinigung eingestuft. Die salafistische Gruppe, welche ihr Organisationszentrum auf der Sinai-Halbinsel hat, war vermutlich 2011 gegründet worden. Nach dem Sturz des der Muslimbruderschaft zugehörigen Präsidenten Mohammed Mursi hatten sich die Aktivitäten zunehmend ins Niltal verlagert und Einrichtungen des ägyptischen Staates waren vorrangige Anschlagsziele geworden. Im November 2014 hatte sich die Gruppe dem „Islamischen Staat“ angeschlossen und dessen Führer Abu Bakr al-Baghdadi die Treue geschworen. Offiziell nennt sie sich seither Wilayat Sina (Unionsstaat Sinai).

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Redaktion