Caracas - Gustavo Cisneros wurde zwar 1945 auf Kuba geboren und lebt seit den 1990er Jahren in der Dominikanischen Republik, deren Staatsbürgerschaft er neben der spanischen und venezolanischen auch besitzt, wird dennoch allgemein als venezolanischer Medienmogul bezeichnet und wahlweise als „südamerikanischer Rupert Murdoch“ oder „Venezuelas Berlusconi“ gehandelt. Laut Forbes Magazin steht er mit seiner Familie in der Rangliste der reichsten Leute der Welt mit einem Vermögen von 3,6 Milliarden Dollar im Jahr 2015 auf Platz 481, immerhin. Die Familie ist weiterhin die reichste Venezuelas.

Caracas - Der wechselseitige Sanktionskrieg zwischen den USA und Venezuela geht in die nächste Runde. Die venezolanische Regierung hat mehrere US-Politiker, darunter George W. Bush und Dick Cheney, zu personae non gratae erklärt und ihnen die Einreiseerlaubnis entzogen, nachdem die USA ihrerseits gegen mehrere venezolanische Politiker ein Einreiseverbot verhängt hatte.
In einer Rede vor tausenden seiner Anhänger am Sonnabend, dem 28.  Februar, bezeichnete Präsident Nicolas Maduro die genannten Politiker als „Terroristen gegen die Völker der Welt“. „Ich habe mich zu einer Verbotsliste entschieden für Leute, denen keine Visa erteilt werden, und die niemals nach Venezuela einreisen können, für eine Reihe wichtiger US-Politiker, welche Menschenrechtsverletzungen begangen haben. Sie haben das Volk des Irak bombardiert, das Volk Syriens, das Volk Vietnams... es ist eine anti-Terroristen-Liste“, so der Präsident.

Berlin - Es ist noch gar nicht lange her. Erst am 2. Februar hatte Venezuelas Präsident Nicolas Maduro US-Vizepräsident Biden der Planung eines gegen ihn gerichteten Staatsstreichs bezichtigt, was Biden als „unbegründete Anschuldigung“ von sich gewiesen hatte.
Angesichts der jüngsten Geschehnisse erscheinen Maduros Worte jedoch in neuem Licht. Am Donnerstag hatte er auf Telesur English, dem englischsprachigen Kanal des venezolanischen Staatsfernsehens, bekannt gegeben, daß ein für den 13. Februar angedachter Putsch gegen ihn vereitelt worden sei. Die Pläne der Putschisten hätten seine Ermordung beinhaltet, die Verschwörer seien zudem in US-Dollars bezahlt worden. Auch Vorbereitungen zur Einsetzung einer de-facto-Regierung seien bereits getroffen worden, ebenso sei bereits ein Regierungsprogramm entworfen worden.

Caracas - Venezuelas Präsident Nicolas Maduro hat die USA wegen ihrer jüngst erweiterten Sanktionen gegen venezolanische Politiker mit scharfen Worten kritisiert. Am Montag hatte Jen Psaki, die Sprecherin des US State Department, die Erweiterung der Liste von venezolanischen Regierungsvertretern, welchen die Einreise in die USA untersagt ist, bekannt gegeben:

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Redaktion