Mittwoch, 09 September 2015 04:49

SodaStream schließt Fabrik in der Westbank

in Politik

Tel Aviv - Soda Stream, der israelische Trinkwassersprudlerhersteller mit Hauptsitz in Tel Aviv, hat am Sonntag angekündigt, daß seine Produktionsstätte im Westjordanland in zwei Wochen geschlossen würde. Öffentlich erwogen hatte Firmenchef David Birnbaum eine mögliche Schließung bereits im August 2014, im Oktober wurde dann die geplante Verlegung ins südliche Israel bekanntgegeben. 
Angeführt wurden vorrangig finanzielle Gründe, allerdings dürfte auch eine langjährige Boykottkampagne eine Rolle gespielt haben. In der Firma waren sowohl Juden als auch Palästinenser beschäftigt. Die Kritik richtete sich hier allerdings weniger gegen die konkreten Produktionsbedingungen, als vielmehr gegen den Standort in den besetzten Gebieten als solchem, insbesondere, daß die dort hergestellten Produkte als „Made in Israel“ deklariert wurden.

 

Berlin - Es kann als kleine Sensation betrachtet werden. Eine Praxis, welche bei der Behandlung der Palästinenser durch den Staat Israel gang und gäbe ist, wurde erstmals gegen einen jüdischen Extremisten eingesetzt: die sogenannte „administrative Verwahrung“.

Redaktion