Moskau - Argentiniens Präsidentin Christina Fernández de Kirchner wird von ihrem Besuch bei Wladimir Putin nicht mit leeren Händen zurückkehren müssen. Die beiden Staatschefs haben sich auf eine strategische Partnerschaft mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog einigen können. Putins Berater Juri Uschakow zufolge bringe dies die Beziehungen beider Staaten auf eine neue Ebene. Derzeit ist Argentinien Rußlands viertwichtigster Handelspartner in Lateinamerika.

Moskau - Nach reiflicher Überlegung hat sich Russlands Premier Wladimir Putin anscheinend entschieden, weder tot, noch gerade Vater, noch gestürzt worden zu sein. Dies geht unter anderem aus der Tatsache hervor, daß er am Montag in seiner Eigenschaft als russischer Premier den kirgisischen Präsidenten Almasbek Atambajew treffen konnte. Vermutlich, ohne dabei tot zu sein. Die Begegnung fand im Konstantinowski-Palast in Strelna, nicht weit von St. Petersburg statt.

Dienstag, 03 März 2015 20:35

Zwei Becks gegen Putins Russland

in Politik

Berlin - Ist der Plural von „Beck“ „Becks“ oder „Becken"? Wir werden uns dem Problem mal von außen nähern. Da gibt es verschiedene prominente Gestalten: den amerikanischen Folk-Sänger Beck und den britischen Bluesrocker Jeff Beck. Aber um Musik geht es hier gar nicht, das läßt sich vorab bereits feststellen.

Kairo - Wladimir Putins Staatsbesuch in Ägypten am 9. und 10. Februar war von außergewöhnlicher Tragweite gewesen. Beschlossen wurde eine umfangreiche Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Energiepolitik, Sicherheit und Tourismus. In der Nähe des Suez-Kanals soll eine russische Industriezone errichtet werden, Rußland wird Ägypten beim Bau von Atomkraftwerken sowie einer eigenen Nuklearindustrie unterstützen. Das wirtschaftlich bedeutendste Ergebnis dürfte allerdings der vereinbarte Beitritt Ägyptens zu einer Freihandelszone mit der russisch geleiteten Eurasischen Wirtschaftsunion sein, welcher neben Rußland noch Weißrußland, Armenien und Kasachstan angehören.

Berlin - Vom 11. bis 12. Februar hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Francois Hollande, Wladimir Putin und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko in der weißrussischen Hauptstadt Minsk getroffen und nach insgesamt 17 Stunden Verhandlungen ein Waffenstillstandsabkommen zustande gebracht, welches seit dem 15. Februar um 0 Uhr in Kraft ist. Frankreich und die Bundesrepublik Deutschland als Länder, welche einerseits politisch und militärisch transatlantisch eingebunden sind, andererseits wichtige wirtschaftliche Beziehungen zu Rußland unterhalten, dürften sich als Vermittler angeboten haben.

 

Redaktion